Montag, 10. März 2014, 7:10 Uhr

Reinhold Beckmann: Alles über sein erstes Album

Jetzt macht der „Fernsehfritze“ also auch noch Musik. Ein Gedanke, der sofort auftauchen dürfte, wenn von Reinhold Beckmanns Band-Projekt die Rede ist. Naheliegend zwar, aber nicht ganz richtig.

Schon als Jugendlicher hat der Journalist und Sportmoderator damit angefangen und eigentlich nie aufgehört. Die Gitarre war fast immer dabei. Dass es in den vergangenen Jahren sogar ab und zu mal zu öffentlichen Gastauftritten in Konzerten von Barbara Schöneberger, Ina Müller und Texas Lightning kam, war eher ein schöner Zufall. Manchmal braucht es aber so was wie einen liebevollen Tritt in den Hintern, um wirklich etwas zu wagen.

Der kam unvermutet vor ca. sechs Jahren nach der ersten Sendung von „Inas Nacht“, in der Beckmann zu Gast war. Einer aus der Band von Ina Müller brachte es auf den Punkt: „Eh Beckmann, du bist doch Musiker, mach mal was draus!“ Von da an begann er Songs zu schreiben und seine Band aufzubauen.

Seit über zwei Jahren sind die Kerle von der Küste, die sich um Beckmann gruppieren mit ihm unterwegs. Er ist das Gesicht der Band, aber alle gemeinsam stehen sie für den musikalisch vielseitigen Sound seiner selbstgeschriebenen Songs. Sie machen es den Kritikern nicht gerade leicht, die Stücke einer bestimmten Stilart zuzuordnen. Das Spektrum reicht von Rock und Country bis hin zu schrägen Rumba-Rhythmen und sentimentalen Jazz-Balladen.

Keinesfalls aber muss das Publikum mit einem Rock-‘n’-Roll-Revival rechnen, bei dem ältere Herren mit E-Gitarre über die Bühne rocken und sie anschließend zerschlagen.

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Über die Jahre ist da etwas gewachsen, das sich nun in einer Auswahl auf der ersten CD wieder findet, die Reinhold Beckmann absichtlich erst jetzt veröffentlicht. „Ich wollte nicht gleich mit einer CD daherkommen, sondern erst mal so viel wie möglich live spielen. Wir haben inzwischen fast 70 Konzerte in den letzten zweieinhalb Jahren gemacht. Jetzt sind wir mit diesem Material und der gewonnenen Erfahrung ins Studio gegangen.“

Das Studio Album „Bei allem sowieso vielleicht“ (Album-Veröffentlichung am 14. März), produziert von Stephan Gade, präsentiert einen Ausschnitt aus dem Repertoire, das sich laufend verändert und auch musikalisch nie an Dynamik verliert.

Fotos: NDR/Morris Mac Matzen, Promo