Sonntag, 16. März 2014, 9:44 Uhr

Schumacher-Managerin Sabine Kehm über die aktuelle Lage

Managerin Sabine Kehm hat in einem Interview mit dem Fernsehsender RTL ihre Bewunderung für die Familienangehörigen des weiter im Koma liegenden Michael Schumacher zum Ausdruck gebracht.

“Die sind wahnsinnig stark, die lassen sich ihren Mut nicht nehmen”, sagte sie in Grenoble, wo der Rekordchampion seit seinem Skiunfall Ende Dezember im Krankenhaus liegt.

“Sie sind jeden Tag hier. Sie sind tapfer, nehmen das einfach an und versuchen, mit Michael gemeinsam da irgendwie durch zu kommen. Ich muss echt sagen: die Familie geht bravourös damit um. Volle Hochachtung und tiefen Respekt.” Die weltweite Anteilnahme helfe Ehefrau Corinna und den Kindern enorm. “Es tut schon gut, wenn man merkt, dass so viele Menschen so viel Gutes wünschen und so viel positive Energie senden.”

Neuigkeiten über Schumachers Gesundheitszustand konnte Kehm RTL gegenüber nicht vermelden. “Michael ist nach wie vor in der Aufwachphase, sprich: er ist noch nicht aufgewacht. Wir warten natürlich darauf, aber wir haben gelernt und akzeptieren auch, dass es lange dauern kann. Das ist für uns okay.” Zu den kleinen, ermutigenden Anzeichen, die sie in einem Statement vergangenen Mittwoch angedeutet hatte, wollte sich Kehm nicht weiter äußern: “Hier bitte ich um Verständnis, dass ich natürlich nicht näher darauf eingehen möchte, denn das betrifft schon die absolute Privatsphäre der Familie.” Bis heute falle es der Familie und auch ihr selbst sehr schwer, den Skiunfall mit seinen verheerenden Folgen rational nachzuvollziehen.

“Das Problem ist, dass man kaum nachvollziehen kann, dass ein Mensch, der über 20 Jahre Formel 1 gefahren ist, davor und danach auch Motorsport gemacht und so viele zum Teil brenzlige Situationen überstanden hat, in so einer unglaublich banalen Situation wie ein lockeres Skifahren auf einer relativ leichten Piste sich so schwer verletzt.”

Die Schumacher-Managerin stellte gegenüber RTL noch einmal klar, dass Michael Schumacher nicht die Felsenansammlung durchquert habe, um von einer Piste auf die andere zu gelangen. “Das hat sich irgendwie als Fakt manifestiert bei den Menschen. Nein, er ist überhaupt nicht reingefahren in die Felsen. Er ist die ganze Zeit am Rande der Piste entlang gefahren, manchmal gerade noch drin, manchmal gerade draußen, denn da war der Schnee frisch. Und dann hat er eben einfach einen Stein oder einen Felsen, den man nicht sehen konnte getroffen, weil Neuschnee war. Der hat ihn einfach ausgehoben und dann ist er so unglücklich gefallen und hat wahrscheinlich mit genau der Geschwindigkeit, die weder zu schnell noch zu langsam war, diesen anderen Felsen getroffen.”

Foto: WENN.com