Dienstag, 25. März 2014, 19:17 Uhr

"Goodbye Deutschland": Phyllis und Christian mit Neustart am Ballermann

Nachdem ihr großer Traum vom Auswandern in der Türkei platzte, starteten Phyllis Maeter (32) und Christian Recke (32) nun ihren zweiten Neuanfang auf Mallorca. ,Goodbye Deutschland‘ hat ihre Geschichte verfolgt – heute ab 21.15 Uhr auf VOX geht’s weiter.

Als das Paar vor drei Jahren mit ihren Söhnen ins türkische Alanya zog um dort ihren Wunsch vom eigenen Tattoo-Studio zu erfüllen, wussten sie noch nicht wie schwer die Verwirklichung ihres Traums werden wird. Im heimischen Hamburg verdienten die beiden so gut wie nichts und versprachen sich von einer Auswanderung ein besseres Leben. Im Gespräch mit klatsch-tratsch.de beschreibt Phyllis Maeter, dass sie sich zwar ein laufendes Geschäft aufgebaut hatten, es dennoch sehr schwer für sie war als Europäer dort Fuß zu fassen.

Aus einem Leben in der Türkei wurde am Ende nichts, denn eine Arbeitserlaubnis blieb den beiden verwehrt. Zudem kam das Problem, dass die Touristenzahlen in ihrem Badeort um circa 40 Prozent sanken und es auch somit weniger Besucher ihres Studios gab.

Jetzt startet die Familie einen zweiten Neuanfang – dieses Mal auf Mallorca. ,,Wer in Alanya gelebt hat, der schafft das meiner Meinung nach überall auf der Welt”, lautet mittlerweile das Motto der 32-Jährigen. Der Traum eines eigenen Tattoo-Studios auf der Insel muss jedoch noch ein wenig warten, denn aufgrund der geringen Ladengröße erhielten Phyllis und Christian keine Lizenz zum Tätowieren. Ihr Plan B: eine eigene ,Fashion-Bar’.

Mit ihrer improvisierten Geschäftsidee wollen sie nun viele Kunden in ihren Laden locken, denn ihr Lokal ,CrisLis’ ist direkt am Balneario 13 zu finden.

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In ihrer modernen Bar vertreibt das Paar stylische Kleidung und Accessoires, wie die dreifache Mutter im Gespräch mit klatsch-tratsch.de beschreibt: “Wir haben eine Fashion Bar, mit Kleidung die es auf ganz Mallorca nur bei uns gibt, darunter auch unser eigenes Label ,CrisLis’. Nebenbei kann man sich dazu auch noch an die Bar setzen und sich einen genehmigen.”

Wieder von Null anzufangen dürfte für die junge Familie alles andere als leicht gewesen sein. Hinzu kommt, dass ihr Startkapital von 20.000 Euro auf der Urlaubsinsel nicht reichte, denn die Ablösesummen der Läden in El Arenal sind viel zu teuer. Trotz finanziellen Sorgen fühlen sie sich in ihrer neuen Heimat wohl und ziehen im Gespräch ein positives Fazit: “Wir haben mit soviel Ausgaben die noch dazu kam nicht gerechnet, finanziell geht es uns derzeit nicht gut. Dennoch sind wir zu Hause in unserem Europa und wir sind erschöpft aber glücklich.” (LT)

Fotos: VOX/99pro, Privat