Donnerstag, 27. März 2014, 16:27 Uhr

David Beckham bei den Indianern im brasilianischen Urwald

David Beckham hat im Vorfeld der Fußball-WM 2014 die Yanomami-Indianer in Brasilien besucht und ihren bekannten Sprecher Davi Kopenawa, den “Dalai Lama des Regenwaldes”, getroffen.

Bei Dreharbeiten in Brasilien für ein TV-Format besuchte Beckham das Yanomami-Territorium und bat Davi Kopenawa um die Erlaubnis, das Schutzgebiet betreten zu dürfen. Beide sprachen über die Probleme der Yanomami, insbesondere den illegalen Goldabbau auf ihrem Land.

Dario Yawarioma Yanomami, Sohn von Davi Kopenawa und Koordinator der Yanomami-Organisation Hutukara, erklärte gegenüber den brasilianischen Globo-Nachrichten: “Wir haben uns über Davids Besuch im Yanomami-Reservat gefreut, denn er war sehr interessiert an den Problemen hier. Er hat gesehen, dass es viele Bedrohungen für die Umwelt und unsere Kultur gibt. Er zeigte, dass er um die Yanomami besorgt ist.”

Survival International macht im Vorfeld der Fußball-WM 2014 in Brasilien auf Brasiliens dunkle Seite aufmerksam. Dazu zählt auch eine neue Welle von Gesetzesänderungen, mit denen die Regierung die Rechte indigener Völker an ihrem Land zu schwächen droht. Für indigene Völker wie die Yanomami könnte dies verheerende Auswirkungen haben.

Die Yanomami haben wiederholt ihre Sorge darüber ausgedrückt, dass die brasilianische Regierung im Zuge dieser Gesetzesreformen ihr Land und das anderer indigener Völker im großem Stil für Bergbau freizugeben plant. Sie erklärten: “Wir wollen um unsere Ansicht zu diesen Projekten, die wir ablehnen, weil sie unser Leben bedrohen, befragt werden.”

Davi Kopenawa ist der erste Yanomami-Schamane, der je ein Buch veröffentlicht hat (The Falling Sky: Words of a Yanomami Shaman). Das Buch entstand zusammen mit seinem Freund, dem Anthropologen Bruce Albert, und eröffnet einen einzigartigen Blick auf das Leben der Yanomami. Stephen Corry, Direktor von Survival International beschrieb The Falling Sky als eine Veröffentlichung, die “es verdient, eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit zu werden”.

Fotos: Nenzinho Soares