Donnerstag, 27. März 2014, 22:37 Uhr

Godzilla: Wird die Neuverfilmung die bisherigen toppen können?

Am 15. Mai kommt die X-te Neuverfilmung von Godzilla in 3D in die Kinos. Und sie scheint alles bisher Dagewesene zu sprengen. Heute gibt’s ein paar neue Infos zu dem Film von Gareth Edwards und neue Bilder!

Edwards inszeniert seine Godzilla-Version mit den Hauptdarstellern Aaron Taylor-Johnson („Kick-Ass“), Oscar-Kandidat Ken Watanabe („Der letzte Samurai“, „Inception“), Elizabeth Olsen („Martha Marcy May Marlene“), Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche („Der englische Patient“, „Cosmopolis“) und Sally Hawkins („Blue Jasmine“) sowie Oscar-Kandidat David Strathairn („Good Night, and Good Luck.“, „Das Bourne Vermächtnis“) sowie Emmy- und „Golden Globe“-Preisträger Bryan Cranston („Argo“, TV-Serie „Breaking Bad“).

Edwards’ erster Spielfilm war der von der Kritik gefeierte, unabhängig produzierte Film „Monsters“ (Monsters).

Edwards stammt aus der mittelenglischen Kleinstadt Nuneaton, wo er als Sechsjähriger beschloss, Filmregisseur zu werden.

Als einer der Ersten kombinierte er bei seinem Abschlussfilm an der Universität real gedrehte und digitale Effekte. Weil er den Einfluss der Computergrafik auf den kreativen Filmprozess begriff, arbeitete Edwards zunächst zehn Jahre in seiner Wohnung als Effekte-Künstler für BBC-Dokumentationen wie „Hiroshima“, die ihm den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) einbrachte.

Aufgrund seines Könnens in diesem Bereich übertrug man ihm die Regie des BBC-Epos „Heroes and Villains: Attila the Hun“ (Warriors – Die größten Krieger der Geschichte), zu dem er persönlich alle 250 visuellen Effekte beisteuerte.

Dann stellte er sich der Herausforderung von Sci-Fi London (London International Festival of Science Fiction and Fantastic Film), bei der es darum geht, innerhalb von 48 Stunden einen Kurzfilm allein ohne Team und mit nur einem Schauspieler herzustellen. Mit seinem Beitrag „Factory Framed“ gewann er den ersten Preis.

Diese unorthodoxen Arbeitsmethoden wendete Edwards dann auch bei „Monsters“ (Monsters) an, einem Science-Fiction-Thriller, in dem die Erde von Aliens angegriffen wird. Im Mittelpunkt steht ein zynischer amerikanischer Journalist (Scoot McNairy).

Unterstützt von einem nur winzigen Team fungierte Edwards selbst als Autor, Regisseur und Kameramann, er entwarf alle Monster und stellte die visuellen Effekte selbst her.

Mit „Monsters“ verbuchte Edwards eine BAFTA-Nominierung in der Kategorie Herausragendes Debüt eines britischen Regisseurs/Produzenten, er gewann für die Effekte drei British Independent Film Awards (darunter als Regisseur und für die Beste technische Leistung), den Evening Standard Film Award für die Beste technische/künstlerische Leistung im Bereich Kamera, Produktionsdesign und Visuelle Effekte, den Preis der Londoner Filmkritiker für die Durchbruchleistung eines britischen Filmemachers und den Preis der Filmkritiker in Austin für den Besten Film.

Der Film selbst wurde als Bester Independent-Film mit dem Preis des National Board of Review (branchenunabhängige Institution zur Förderung der Filmkunst) sowie mit dem Saturn Award der Academy of Science Fiction, Fantasy and Horror als Bester internationaler Film ausgezeichnet.

Der „Monsters“-Erfolg machte Hollywood auf Edwards aufmerksam und eröffnete ihm die Möglichkeit, die epische Wiedergeburt von Godzilla zu inszenieren.

Für die visuellen Effekte ist übrigens Jim Rygiel zuständig. Der dreifache Oscar-Preisträger wurde für seine innovativen Effekte zu Peter Jacksons bahnbrechender Trilogie „The Lord of the Rings“ (Der Herr der Ringe) ausgezeichnet. Mit seinen Beiträgen zu „The Fellowship of the Ring“ (Die Gefährten), „The Two Towers“ (Die zwei Türme) und „Return of the King“ (Die Rückkehr des Königs) teilte sich Rygiel mit anderen auch drei Preise der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) und zwei Preise der Visual Effects Society (VES) für Teil 2 und 3 sowie eine Nominierung für Teil 3. 2002, nach dem Start von „Die Gefährten“, wurde Rygiel vom American Film Institute mit dem erstmals vergebenen Preis als Digitaleffekt-Künstler des Jahres ausgezeichnet.

Rygiel gilt als einer der Pioniere im Bereich der Computer-Animation. Er begann seine Laufbahn, als die digitalen visuellen Effekte noch in den Kinderschuhen steckten. Er stammt aus Kenosha/Wisconsin, machte seinen Bachelor in seinem Heimatstaat an der University of Wisconsin in Milwaukee, zog dann nach Los Angeles und machte seinen Master am Otis College of Art and Design, das ihm inzwischen die Ehrendoktorwürde verliehen hat. Außerdem sitzt er dort im Aufsichtsrat. Er ist Beiratsmitglied der Academy of Art University in San Francisco, wo er ebenfalls einen Ehrendoktor erhielt.

Zuletzt war Rygiel beteiligt an „The Amazing Spider-Man“ (The Amazing Spider-Man). Hinzu kommen „Eagle Eye“ (Eagle Eye – Außer Kontrolle), die Neufassung von „The Day the Earth Stood Still“ (Der Tag, an dem die Erde stillstand, 2008), „Night at the Museum“ (Nachts im Museum), „102 Dalmatians“ (102 Dalmatiner), „The Parent Trap“ (Ein Zwilling kommt selten allein), „Anna and the King“ (Anna und der König) und „Star Trek: Insurrection“ (Star Trek – Der Aufstand).

Fotos: Warner Bros.