Donnerstag, 27. März 2014, 19:10 Uhr

Holt Conchita Wurst mit Adele und James Bond den Sieg beim ESC?

Conchita Wurst (25, eigentlich Thomas „Tom“ Neuwirth) vertritt – wie berichtet – Österreich beim ‘Eurovision Song Contest’ mit der zeitlosen Glamourballade namens ‘Rise Like a Phoenix’.

Der wuchtige Song hat es echt in sich, erinnert an die ganz großen James-Bond-Themen von Shirley Basey, Tina Turner und natürlich zuletzt Adeles phänomenalen ‘Skyfall’. Branchenkenner sehen das Ösi-Stimmwunder, einer optischen Mischung aus Harald Glööckler und Bill Kaulitz, schon jetzt unter den ersten 3 beim großen Finale des diesjährigen Contests. Und sie könnten Recht behalten!

Geschrieben wurde der Bombast-Song vom internationalen Autorenteam Charly Mason, Joey Patulka, Ali Zuckowski und Julian Maas. Mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet, schrieben sie in verschiedenen Konstellationen u. a. Songs für Christina Stürmer, erfolgreiche deutsche Acts wie Adel Tawil und Sarah Connor und auch internationale Größen wie Blue und Ashley Tisdale. Sie steuerten u. a. auch die Musik für den Film ‘Zwei Leben’, den deutschen Oscar-Kandidaten 2014, bei. Produziert wurde „Rise Like a Phoenix“ von David Bronner, Sebastian Arman und Dorothee Badent.

Das Autorenteam sagte dem ORF über den Song: “‘Rise Like a Phoenix‘ ist ein epischer Song, der an beste James-Bond-Zeiten erinnert und dessen Text eine Ermutigung ist, so zu sein, wie man ist, niemals aufzugeben, und dass man aus jeder schweren Zeit nur noch stärker hervorgeht. Daher passt der Song unserer Ansicht nach perfekt zum Song Contest und zu Conchita Wurst. Der Song Contest ist für uns ein ganz besonderer Wettbewerb, da nirgendwo anders Songs so unterschiedlicher Künstler aus unterschiedlichen Kulturen präsentiert werden und der Wettbewerb ein Spiegel der großen Vielfalt ist, die wir in Europa haben. Deswegen sind wir stolz, mit unserem Song unseren Teil dazu beitragen zu können.“

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Für Conchita geht nun ein Traum in Erfüllung. Letzte Woche erklärte sie bei der Präsentation des Songs laut ‘news.at’, dass sie den Contest schon als Kind gesehen habe: “Mama und ich haben allerdings weniger auf die Lieder gehört, als auf die Kostüme und das Outfit geschaut”.

Über die Entstehung des Liedes erklärte sie: “Insgesamt hatten wir einen Pool von rund 100 Liedern. Als ich ‘Rise Like a Phoenix’ zum ersten Mal gehört habe, wusste ich, dass das meine Nummer ist – ich finde es einfach perfekt. In den letzten Wochen haben wir uns vor allem auf die Produktion konzentriert – bis zur Abreise nach Kopenhagen werde ich jetzt noch ordentlich Promotion machen.”

Das Video zu dem Titel wurde vom ORF unter der Regie von Florian Würtz produziert. Gedreht in cremefärbigen Bildern, wird Conchita Wurst in einem glamourösen schwarzen Abendkleid, einem atemberaubenden „Catsuit“ und in einer mit roten Rosenblättern gefüllten Wanne als „Protagonistin des Lebens“ in Szene gesetzt.

Die charismatische Persönlichkeit von Conchita Wurst wird in verschiedenen, teilweise extrem verlangsamten Einstellungen und Bewegungen eingefangen. Farblich wird als Hommage an die österreichischen Landesfarben auf Rot und Weiß gesetzt.

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Seine TV-Premiere hatte ‘Rise Like a Phoenix’ letzte Woche in der ORF-Tanzshow ‘Dancing Stars’.

Am 28. April reist Conchita wurst dann ab zum ‘Eurovision Song Contest’ nach Kopenhagen. Am 8. Mai wird sie um 21.00 Uhr im zweiten Semifinale des „Eurovision Song Contest“ als Sechste antreten und um den Einzug ins Finale kämpfen.

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Übrigens lästerte der armenische Songcontest-Teilnehmer Aram Mp3 schon über Conchitas Teilnahme Der junge Mann findet Conchitas Lebensstil laut ‘sosogay.co.uk’ “nicht normal” und “nicht angemessen”. “Ich lebe so ein Leben nicht und egal wie sich die Welt entwickelt, das ist inakzeptabel für mich.”

Laut ‘heute.at’ antworte die Sängerin: “Aram, mein Herz: Ich bin eine arbeitende Frau und ein wahnsinnig fauler junger Mann in meiner Freizeit und das wird sich nicht ändern. Solltest du Probleme haben das zu verstehen, setze ich mich gerne mit dir hin und erkläre es dir! Oh, was aber seine homophoben Äußerungen anbelangt… ernsthaft, DARÜBER werden wir tatsächlich sprechen!”

Fotos: ORF