Freitag, 04. April 2014, 11:24 Uhr

Mola Adebisi packt aus: Rekordgage und Hypnose im Dschungelcamp?

Mola Adebisi war gestern Abend in Markus Lanz’ Talkshow zu Gast und verriet dort bemerkenswerte über seine Zeit im RTL-Dschungelcamp.

Er zog als großer Favorit in das TV-Pritschenlager ein und kam als noch größerer Verlierer wieder heraus. Jahrelang habe der Sender um ihn gebuhlt, verriet Adebisi. ,,Sie haben mich fünf Jahre lang genervt. Immer mehr Geld und noch mehr Geld. Ich habe gesagt ,Das mache ich nicht.’ und irgendwann ,Ok gut, das mache ich doch’ ”, beschrieb der 41-Jährige die Angebote des TV-Senders.Es habe sch um einen hohen sechsstelligen Betrag gehandelt.

Mehr zum Thema: Promi-Dinner mit Dschungelkönigin und “Diktatorin” Melanie Müller

,Alle erzählen ja, ich hätte 30.000 Euro bekommen, aber das stimmt nicht. Ich sage die genaue Summe nicht, aber es war auf jeden Fall sechsstellig. Sonst hätte ich es nicht gemacht.” Er beschreibt es selbst als ,,unverantwortlich, so viel Geld für eine so kurze Zeit abzulehnen”. Markus Lanz bohrte dennoch weiter nach und wollte den genauen Betrag herausfinden: ,,Also, es war ein niedriger sechsstelliger Bereich. Du hast 100.000 bekommen, ja?” Darauf antwortete sein Gast mit einem einfachen ,,Mehr.” Es folgte Stille im Publikum und es zeigten sich viele überraschte Gesichter. ,,Jetzt sind sie alle ruhig. Da guckst du! Wir sehen Markus nächstes Jahr auch im Dschungel”, scherzte der einstige VIVA-Moderator.

Molas Verhalten in der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Reality-Show aller Zeiten stieß bei den Zuschauern des Formats allerdings schnell  auf Unverständnis und machte ihn zu einem unsympathischen Kandidaten.

Der TV-Moderator war nach seinem schnellen Ausscheiden  total unvorbereitet auf den kommenden Shitstorm gewesen, denn er selber habe sich im Camp ganz anders verhalte: ,,Ich war toller Dinge, ich hab Witze erzählt, Stand-Up-Comedy gemacht, getanzt und gesungen.” Die Zusammenschnitte des Senders haben den Zuschauern jedoch ein ganz anderes Bild des 41-Jährigen präsentiert. ,,Ich war schockiert, als ich gesehen habe, wie ich im Dschungel dargestellt wurde”, hieß es von ihm. Ein Freund musste den Moderator erst einmal darüber aufklären, wie negativ er eigentlich von den Medien gesehen wurde. ,,Ich weiß ja schließlich, was ich gemacht habe”, beteuerte der Dschungelcamp-Teilnehmer.

Mehr zum Thema Dschungelcamp-Steckbrief Mola Adebisi

Ein Grund für seine Unbeliebtheit dürfte sicherlich seine Dschungelprüfung mit Larissa Marolt (21) gewesen sein, in der er schmerzende Elektroschocks über sich ergehen lassen musste. ,,Ich war auf 1000”, beschrieb Mola in der Talkshow seine Laune vor der Dschungelprüfung – und es wurde nicht besser. In Anwesenheit eines großen Produktionsteams wollte ihm ein Mitarbeitet angeblich einfach die Hose runterziehen, um ihm Dioden für die kommende Prüfung anzubringen. ,,Du fängst dir gleich eine, du Vollidiot”, war die beschriebene Reaktion des Moderators. Nachdem die Volt-Anzahl der ausgesetzten Elektroschocks doppelt so hoch war wie in den Proben, brach er schließlich die Prüfung ab und machte sich nicht nur bei seinen Kollegen unbeliebt. ,,Ich hatte nach dreißig Minuten einfach keine Lust mehr”, war sein Fazit der Prüfung.

So habe Nervensäge Larissa zum Beispiel ihre eigenen Schuhe weggeworfen und Adebisis Schuhe – die er ihr geliehen habe – im RTL-Dschungelcamp solange getragen bis sie ruiniert waren. Das sei auch nicht gezeigt worden.

Trotzdem war es keine leichte Zeit für Mola Adebisi den australischen Dschungel hinter sich zu bringen. Der physische und zugleich auch psychische Druck habe sehr auf dem Kandidaten sowie auch auf seinen Mitstreitern gelastet. ,,Ich war noch nie so dehydriert und noch nie so ausgehungert. Ich bin einfach durchgedreht”, beschreibt er seine körperliche Verfassung während des TV-Projekts. Während andere Promis sich im Vorfeld sogar hypnotisieren ließen, um in den Prüfungen eklige Tiere zu essen wollte sich Mola dieser Methode nicht unterziehen, wie er verriet.

Mola Adebisi hat mit diesem Interview mit seiner Zeit im Dschungel abgerechnet und somit auch vielleicht deutlich mehr Verständnis für sein dortiges Verhalten gesorgt. (LT)

Fotos: ZDF/Markus Hetrich, WENN.com