Freitag, 11. April 2014, 11:29 Uhr

Lily Allen über ihr neues Album und ihre männlichen Kollegen

Nach vierjähriger Pause meldet sich Sängerin Lily Allen im Mai mit ihrem neuen Album ‘Sheezus’ (kommt am 2. Mai raus) zurück.

Im Gespräch mit dem Fashion-Magazin ‘Glamour’ erklärt die 28-Jährige, warum es für sie ein feministisches Album ist: „Es sind zwar Fortschritte bemerkbar, was die Stellung von Frauen angeht. Trotzdem gibt es immer noch viele Hürden und Probleme. Zum Beispiel sind heute mehr starke, selbstbewusste Frauen in der Popmusik aktiv als früher. Dennoch versuchen Männer weiterhin, sie auszunutzen. Im Musikgeschäft musst du als Frau – nach wie vor – aufpassen wie ein Luchs.“

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Dass sich die zweifache Mutter selbst nichts gefallen lässt, sieht man am Umgang mit ihren männlichen Kollegen. So ist ihr Albumtitel ‘Sheezus’ als weibliche Antwort auf Kanye Wests Erfolgsalbum ‘Yeezus’ zu verstehen. Und im Video zur ersten Single-Auskopplung ‘Hard Out Here’ räkeln sich ähnlich wie bei Robin Thickes ‘Blurred Line’ halbnackte Frauen lasziv um die Sängerin. „Wenn Thicke und andere Männer Geld damit machen, dass sie nackte Frauen zeigen, dann kann ich auch Geld mit einer Thicke-Verarsche machen. Den Spieß umzudrehen ist nur fair.“

Dem sonst häufig als Schimpfwort benutzen Begriff „Bitch“ gibt Allen in ihren Songs übrigens eine neue, frauen-freundliche Bedeutung: „Es kann sehr wehtun, als ‚Bitch‘ bezeichnet zu werden. Und es kann sehr aufbauend sein, wenn es respektvoll gemeint ist. Angela Merkel ist eine Bitch. Lily Allen ist auch eine Bitch – aber eben nur dann, wenn der Kontext stimmt. Das Wort zu benutzen, ist generell eigentlich beleidigend und unverschämt. Nur wenn man es richtig einsetzt, bezeichnet es eine selbstbewusste und starke Frau.“

Fotos: Warner Bros.