Mittwoch, 16. April 2014, 21:20 Uhr

"Der Samurai": Berliner Horror-Thriller beim kultigen Tribeca-Filmfest

Der junge Berliner Filmemacher Till Kleinert hat allen Grund, stolz zu sein: Sein Horror-Thriller ‘Der Samurai’ ist der einzige Beitrag eines deutschen Regisseurs beim Tribeca Filmfest in New York.

Das von Robert De Niro mitgegründete Festival sollte am Mittwochabend in Manhattan beginnen. Es stellt 80 Spielfilme aus aller Welt vor, dazu Dokumentationen und Shorts.

Außer Kleinerts Film stehen noch zwei deutsche Koproduktionen auf dem Programm, ‘Bad Hair’ von Mariana Rondon (Venezuela) sowie ‘Love und Engineering’ von Stanislav Hristov (Bulgarien). Kleinert hatte ‘Der Samurai’ mit Unterstützung seiner Kommilitonen Linus und Anna de Paoli gedreht. Das Trio kennt sich von der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin und nennt sich ‘Schattenkante’.

Und darum geht’s in ‘Der Samurai’, der schon auf der diesjährigen Berlinale lief: Ein Wolf streift durch die Wälder am Rand eines kleinen Dorfs an der deutsch-polnischen Grenze. Jakob, ein junger Polizist, ist ihm auf der Spur, aber er wittert noch etwas anderes in der Dunkelheit.

Er stößt auf einen Mann, so scheint es zumindest, mit wildem Blick und drahtigem Körper. Er trägt ein Kleid und schwingt ein Katana, ein japanisches Schwert. Als der Fremde Jakob zu einem Kreuzzug gegen das Dorf verführen will, muss dieser an seine Grenzen und darüber hinaus gehen, um die Verwüstungen aufzuhalten, die sein geheimnisvoller Verehrer erst unter Gartenzwergen und Wachhunden, dann unter den
Bewohnern des Dorfes anrichtet.

Im Morgengrauen nach dieser rabenschwarzen Nacht ist nichts mehr, wie es einmal war. Und Jakob muss lernen, was es heißt, aus der Reihe zu tanzen …

Ob und wann der Film in die deutschen Kinos kommt ist noch ungewiß. (dpa/KT)

Fotos: Salzgeber