Mittwoch, 23. April 2014, 13:48 Uhr

Prinz Marcus von Anhalt: Sein Anwalt bestätigt Steuer-Vorwürfe

Prinz Marcus von Anhalt sitzt wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft.

Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor, die Festnahme erfolgte aber eher zufällig, weil in seiner Villa am frühen Morgen Alarm ausgelöst wurde. Erst nach dem die Polizei nach der Kontrolle wieder aufs Revier zurückkehrte, stellte sie fest, dass nach dem Prinzen gesucht wurde. Nachdem sich gestern sein Adoptiv-Vater Prinz Frederic von Anhalt zu Wort meldete und gestand, wie sehr er sich für seinen Zögling schäme, spricht jetzt der Anwalt des Adeligen.

“Ja, Prinz Marcus von Anhalt sitzt derzeit in Untersuchungshaft und auch der Vorwurf der Steuerhinterziehung ist wahr”, berichtet Olaf Langhanki gegenüber ‘Promiflash’. Es handele sich nach Aussage des Anwalts um einen nicht ganz klassischen Fall von Steuerhinterziehung. “Geprüft werden muss, welche Ausgaben privat sind und welche betrieblicher Natur sind”, so Langhanki weiter. Seine Einnahmen habe Prinz Marcus von Anhalt somit nicht vor dem Finanzamt verschwiegen.

Prinz Frederic von Anhalt meldet sich unterdessen in Bezug auf die Verhaftung seines Adoptvisohnes zu Wort. Der 70-Jährige zeigt sich, auch im Namen seiner 97-jährigen Gattin Zsa Zsa Gabor, enttäuscht von den Schlagzeilen seines Adoptiv-Sprösslings. Er sagt zu ‘Bild’-Zeitung: “Meine Frau Zsa Zsa Gabor und ich schämen uns für Marcus. Wir sind entsetzt, dass ein von Anhalt im Gefängnis sitzt.”

Es sei ihnen nun sogar peinlich, dass Prinz Marcus von Anhalt ihren Namen trage. Dennoch gibt er zu, dass solch ein Verfahren nur eine Frage der Zeit war und bezeichnet den 47-jährigen als “tickende Zeitbombe”. Frederic von Anhalt tut weiter kund: “Ich habe ihn immer gewarnt, mit seinem Reichtum zu protzen. Ich fand es dumm, dass er vor ein paar Jahren vor laufenden RTL-Kameras im Autohaus 850 000 Euro in bar mit einer Geldzählmaschine durchgezählt hat. Das Finanzamt schläft nicht und es sind schon ganz andere als er gefallen.” Gegenüber ‘Bild’ betont er jedoch weiter, dass er sich darum kümmern werde, seinen Adoptivsohn aus dem Gefängnis zu holen, denn schließlich seien sie “eine Familie”. Er bestätigt: “Ich zahle auch seine Kaution, wenn es darauf ankommt. Ich fühle mich als Vater ja auch für ihn verantwortlich.” (Bang)

Fotos: WENN.com, Starpress/WEBNN.com