Samstag, 26. April 2014, 18:19 Uhr

Léa Seydoux: Frankreichs neuer Star findet DiCaprio "richtig süß"

Die französische Schauspielerin Léa Seydoux (‘Blau ist eine warme Farbe’) findet sich zwar hübsch, möchte aber keine Laufsteg-Diva sein.

“Ich bin keine Schönheit wie ein Topmodel. Das will ich auch gar nicht. Topmodels sind den ganzen Tag mit ihrem Aussehen beschäftigt”, sagte die 28-Jährige der in Stuttgart erscheinenden Zeitung ‘Sonntag Aktuell’ anlässlich des deutschen Kinostarts von ‘Die Schöne und das Biest’.

In der Produktion spielt sie die Hauptrolle. Stattdessen will Seydoux als Künstlerin ernst genommen werden. Weiter verriet die gebürtige Pariserin dann noch das: “Es gibt jemand, mit dem würde ich mal verdammt gern arbeiten, weil ich ihn richtig süß finde: Leonardo DiCaprio!”

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Geboren am 1. Juli 1985 in Paris, wuchs Léa Seydoux in einer Familie auf, die schon lange im Filmgeschäft tätig ist: Sie ist die Enkelin von Jérôme Seydoux, dem Eigentümer von Pathé, einem Konzern, der u.a. Filme produziert und eine eigene Kinokette besitzt, und die Großnichte von Nicolas Seydoux, dem Geschäftsführer von Gaumont – betont aber, dass sie die Verwandtschaft „nie um etwas gebeten“ habe. Nach ihrer Selbsteinschätzung ein „schüchternes Mädchen“, nahm sie nach dem Abitur Schauspielunterricht.

2005 sah man Léa Seydoux erstmals in einem Videoclip des erfolgreichen Sängers Raphaël, den Olivier Dahan („La vie en rose“) in Szene setzte; ein Jahr später machte sie in der Teenie-Komödie „Mes copines“ als eine von vier Freundinnen auf sich aufmerksam.

In Folge dessen wurde sie vor allem für Autorenfilme engagiert, darunter von Catherine Breillat oder Jean-Pierre Mocky, aber auch die Regisseure der jungen Generation interessierten sich für die schöne Brünette mit der blassen Haut. Ab 2009 nahm ihre Karriere internationale Dimensionen an. Quentin Tarantino besetzte sie in einer kleinen Rolle seines Kultfilms „Inglourious Basterds“, Ridley Scott engagierte sie für „Robin Hood“.

Danach ging alles sehr schnell: Allein 2010 spielte sie in sechs Filmen, war 2011 als Killerin in „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ zu sehen, als Freundin von Owen Wilson in Woody Allens Welterfolg „Midnight in Paris“ und schließlich als Vorleserin von Marie-Antoinette in „Leb wohl, meine Königin!“ (mit Diane Kruger).

Seydoux, die auch Werbeclips für Levi’s und das Prada-Parfum Candy drehte, zählt inzwischen zu den wichtigsten jungen Schauspielerinnen Frankreichs. Bislang wurde sie drei Mal für den César nominiert und gewann im Mai 2013 – zusammen mit Adèle Exarchopoulos – bei den Filmfestspielen in Cannes eine Goldene Palme für ihre Darstellung im Liebesdrama ‘Blau ist eine warme Farbe’. Zuletzt war Léa Seydoux in Wes Andersons ‘The Grand Budapest Hotel’ zu sehen, der auf der Berlinale 2014 seine Weltpremiere feierte, und stand in der Designer-Biografie ‘Saint Laurent’ vor der Kamera von Regisseur Bertrand Bonello, mit dem sie hier, nach ‘Das schöne Mädchen’, zum zweiten Mal arbeitete. (dpa/KT)

Fotos: WENN.com