Sonntag, 27. April 2014, 19:31 Uhr

Blank & Jones haben ein neues Eighties-Kleinod geschaffen

Mit weit über 100.000 verkauften Einheiten ihrer hoch angesehenen ‘so8os [so eighties]’- Serie haben Blank & Jones eine Marke etabliert, die weltweit von Sammlern und 80er Fans für ihre erstklassigen Original-Maxi-Versionen geliebt wird.

Nun präsentieren die beiden Produzenten und 80er Fans nach acht Compilation-Ausgaben und diversen Artist Editions für Künstler wie Ultravox, Billy Idol, Hubert Kah, OMD, Culture Club und Heaven 17 ihr wohl größtes und aufwendigstes Projekt: so8os presents ZTT.

ZTT ist das Label von Top-Produzent Trevor Horn, das er gemeinsam mit Paul Morley und Jill Sinclair 1983 gründete. Man kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass es zu einem der stilprägendsten Labels des Jahrzehnts wurde. Mit seiner Mischung aus perfekten Pop Produktionen, neuen Aufnahmetechniken und Sounddesign, stylischen Artworks und cleveren Marketingideen die perfekte Heimat für Künstler wie Frankie Goes To Hollywood, Grace Jones, Propaganda, Art Of Noise und später auch Seal und Adamski wurde. Hits wie “Relax”, “Dr. Mabuse”, “Two Tribes”, “Moments In Love” oder “The Power Of Love” wurden Mitte der 80er weltweite Bestseller und werden heute als absolute “Klassiker” der Pop-Geschichte angesehen.

Besonders die Kunst der Maxi-Versionen etablierte das ZTT-Label damals auf wirklich beeindruckende Art und Weise.

Denn neben dem Zweck, seinerzeit eine längere und mixbare Version für die DJs in den Clubs zu erstellen, erkannten die Labelmacher die unglaublichen Möglichkeiten, die sich ihnen mit Hilfe neuer Techniken wie Samplern bot. So wurde aus der Extended-Version eine wahre Kunstform, die mit Zitaten aus Luftschutzübungen für einen Atomkrieg (“Two Tribes”, “War”) bis hin zu Nietzsches “Geburt der Tragödie” (“Welcome To The Pleasuredome“), aber auch startenden Motoren (“Close To The Edit”) etwas Einzigartiges schafften.

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Das Besondere an diesem so8os Projekt ist, dass Trevor Horn Blank & Jones die Original Mehrspur-Bänder der damaligen Aufnahmen aus dem Archiv suchte und sie ihnen zur Bearbeitung überließ.

Allerdings wollten die Produzenten kein Remix-Album im heutigen Sinne erstellen, sondern nur mit den vorhandenen Originalaufnahmen arbeiten und keine neuen Teile hinzuspielen. Das ist absolut selten. Dadurch bleibt die Authentizität der Hits erhalten, wird aber durch die behutsamen, aber frischen Arrangements neu definiert.

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