Donnerstag, 01. Mai 2014, 10:15 Uhr

Fernsehlegende Heinz Schenk gestorben

Fernsehlegende Heinz Schenk ist tot. Der Entertainer starb nach Angaben von dpa in der vergangenen Nacht im Alter von 89 Jahren in seinem Wohnort Wiesbaden. Sein einstiger Manager Horst Klemmer (77) hatte den Tod bestätigt.

“Es war ein friedlicher Tod, er ist einfach eingeschlafen”, sagte Klemmer. Schenk werde in den kommenden Tagen im engsten Freundeskreis beigesetzt, sagte Klemmer. Er werde seine letzte Ruhe in einem Doppelgrab neben seiner Frau finden. Schenk hinterlasse ein Millionenvermögen. Aus diesem werde nun eine Heinz-Schenk-Stiftung für Unterhaltungskünstler gegründet. Diese werde das Ziel haben, junge Musiker und andere Bühnenkünstler beim Karrierestart finanziell zu unterstützen.

“Es war ein Leben für die Show”, sagte Klemmer über Schenk. Als 18-Jähriger habe Schenk erstmals auf der Bühne gestanden und sei dieser ein Leben lang treu geblieben. “Er hatte nie einen anderen Beruf.” Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Moderator schrieb Schenk mehr als 600 Lieder und war jahrzehntelang als Unterhaltungskünstler auf Tour. Eine enge Verbindung hatte er zum Hessischen Rundfunk: Dort startete er die Radiosendung ‘Fröhlicher Wecker’ und wechselte später ins Fernsehen.

Bundesweit bekannt wurde der Showmaster als Oberkellner in der Fernsehshow ‘Zum Blauen Bock’, die er von 1966 bis 1987 insgesamt 134 Mal moderierte. Bis zu 20 Millionen hatten die Show mit “Mister Äppelwoi” damals immer wieder gesehen.

Die Konzept für die Sketche und seine Texte hatte der Moderator alle selbst geschrieben. 95 Prozent der Deutschen kannten laut Umfragen den einstigen Entertainer.

Schenk hatte auch einige Rollen in Filmen übernommen, so u.a. 1988 in Dieter Wedels TV-Mehrteiler ‘Wilder Westen inclusive’ und 1992 in Hape Kerkelings ‘Kein Pardon’. Er schrieb auch Liedtexte, u.a. für Heino.

Heinz Schenk galt als passionierter Skatspieler, Hobbygärtner und -fotograf. Und er war – in seinem Alter eher ungewöhnlich – stark an Computern interessiert. Zu seinem Manager hatte er ein enges Verhältnis. “Wir hatten nie einen Vertrag”, sagte Klemmer. “Es war ein Handschlag. Und daraus ist eine enge Partnerschaft und eine lebenslange Freundschaft geworden.”

Seine Ehefrau Gerti litt zuletzt an Demenz und starb im Dezember 2013. Beide waren 62 Jahre lang verheiratet. (dpa/KT)

Foto: WENN.com