Mittwoch, 07. Mai 2014, 13:22 Uhr

Ukraine, Russland und Ralph Siegel im ESC-Finale: Pfiffe für die Russen

Sowohl Russland als auch die Ukraine stehen im Finale des Eurovision Song Contest.

Angesichts des Ukraine-Konflikts begleiteten Pfiffe und Buhrufe aus dem Publikum den Erfolg für die Kandidatinnen aus Russland – The Tolmachevy Sisters – im ersten Halbfinale des Wettbewerbs am Dienstagabend in Kopenhagen.

Nach der politischen Situation in ihrem Heimatland gefragt sagte die Ukrainerin Maria Yaremchuk (‘Tick-Tock’, Foto unten) nach der Show: “Alles was ich hier mache, mache ich für die Menschen in der Ukraine. Ich stehe nicht allein auf der Bühne. Hinter mir auf der Bühne stehen 46 Millionen Ukrainer.” Ihre Hauptbotschaft sei aber: “Es gibt so viele Dinge, die wichtiger sind als Politik.” Eurovision sei der beste Weg, Menschen zu vereinen – “durch die Musik”.

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Die Überraschung des ersten Halbfinal-Abends glückte San Marino: Ralph Siegel und Sängerin Valentina Monetta schafften es mit einem zaghaften ‘Maybe’ im dritten gemeinsamen Anlauf in die Endrunde der Schlagershow. Damit hat sich der Kleinstaat zum ersten Mal in seiner Geschichte für das ESC-Finale qualifiziert. “Dankeeeeeee!” rief Monetta nach ihrem Erfolg. “Das ist sehr wichtig für mich.”

Weniger überraschend konnten Aram MP3 aus Armenien (‘Not Alone’) und die Schwedin Sanna Nielsen (‘Undo’), die als Favoriten gehandelt werden, genug Stimmen von Zuschauern und Jurys auf sich vereinen.

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Außerdem gelang den Kandidaten aus Montenegro, Aserbaidschan, Ungarn, Island und den Niederlanden der Sprung ins Finale. Zehn weitere stehen nach dem zweiten Halbfinale am Donnerstag fest. Hinzu kommen bei der Show am Samstag die Künstler aus den «Big Five» Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien sowie Sänger Basim («Cliche Love Song») aus dem Gastgeberland Dänemark.

Schon zu Ende ist der ESC-Ausflug für einen Deutschen im Wettbewerb. Der für Lettland angetretene Bochumer Jöran Steinhauer verpasste mit seiner Band Aarzemnieki den Einzug ins Showfinale – genau wie die Kandidaten aus Portugal, Belgien, Moldawien, Estland und Albanien. (dpa)

Fotos: Thomas Hanses (EBU)