Montag, 12. Mai 2014, 19:45 Uhr

ESC-Punkte-Zoff: Bestand die deutsche Jury aus Versagern?

Die deutsche Jury zum Eurovision Song Contest hat verhindert, dass Deutschland 12 Punkte an Conchita Wurst vergab.

Auch Sido hat als Jury-Mitglied beim ‘Eurovision Song Contest’ an die spätere Siegerin überraschend wenige Punkte vergeben. Die deutschen Punkte kamen aus dem Zuschauervoting und den Stimmen der Jury zusammen, wurden 50/50 gewertet. So gab es nur 7 Punkte für die österreichische Vertreterin.

Die Fans von Conchita Wurst die den diesjährigen Gesangswettbewerb am Samstag (10. Mai) haushoch gewann, kritisierten den Berliner Rapper, der die ganze Aufregung nicht nachvollziehen kann, daraufhin für dessen Bewertung. In der Jury saßen ferner auch Jennifer Weist (Jennifer Rostock), Madeline Juno, Konrad Sommermeyer und Andreas Bourani.

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Der ‘Stern’ fragt berechtigt: “Haben die deutschen Experten den Auftritt von Conchita Wurst nicht verstanden? Die Jury wird sich dazu erklären müssen.” Die ‘Berliner Zeitung’ schimpft: “Auch in Deutschland wollten Zuschauer Conchita Wurst auf Platz 1 sehen, da aber war eine ignorante Jury (…) strikt dagegen und beweist damit, dass sie nichts begriffen hat von der Besonderheit dieses Wewttbewerbs”.

Auf Facebook erklärt sich jetzt Rapper Sido mit den Worten: “Yo Leute, ein paar Conchita Wurst Fans möchten gerne wissen warum ich den jungen Mann nicht auf Platz 1 gevotet habe … Man wirft mir fehlende Toleranz vor … Mein Job in dieser Jury war es zu beurteilen was ich da höre und sehe … Nichts anderes habe ich getan …” (sic) Sido, der mit bürgerlichem Namen Paul Würdig heißt, schreibt weiter: “Weil ich ein toleranter Mensch bin habe ich auch jedem Kandidaten die selbe Chance gegeben mich zu überzeugen, unabhängig von seiner Nationalität, seiner Religion oder seiner sexuellen Gesinnung … Spielt ja auch alles keine Rolle, hier ging es um die Musik, die Komposition, die Stimme, die Performance… Nichts anderes ist in meine Wertung eingeflossen” (sic)

Dieses Jahr konnte man die Bewertungen der prominent besetzten Jurys einsehen, damit der Wettbewerb zu mehr Transparenz gelangt.

Foto: Universal Music