Sonntag, 18. Mai 2014, 13:24 Uhr

Gérard Depardieus Skandalfilm seit gestern nur im Netz zu sehen

Dem französischen Superstar Gérard Depardieu (65) hatte der Dreh des Skandalfilms ‘Welcome to New York’ viel Spaß gemacht. “Das Thema vereint alle Elemente einer Shakespeare-Tragödie, nämlich Sex und Macht.

Das war ein toller Dreh”, sagte der französische Star am Rande des Filmfestivals in Cannes.

Das Drama, das sich an die Sexaffäre um den ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, anlehnt, hatte am Samstagabend in Cannes außerhalb des Festivalprogramms Weltpremiere gefeiert. Er bewundere den Mut des Regisseurs und des Produzenten, einen solchen Film zu drehen, sagte Depardieu.

Doch das ganze Drumherum um die Premiere war eher ungewöhnlich. Der Streifen wurde in Cannes nur in einem Edelrestaurant und einem Kino gezeigt. Das Drama kommt nicht in die Kinos, sondern ist seit gestern im Internet als Video on Demand zugänglich.

Der Grund ist ein Protest der Produzenten gegen die regelung der französischen Regierung, wonach ein Kinofilm erst vier Monate nach der Kinoauswertung als Video veröffentlicht werden darf.

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Depardieu verkörpert Mr. Deveraux, einen Global Player, der tagtäglich mit Milliarden jongliert, in dessen Händen das finanzielle Schicksal von Nationen ruht. Dieser Mann träumte davon, die Welt zu retten, und scheiterte an seiner eigenen Rettung.

Die wunderbare Jaqueline Bisset, die 2010 mit einer der höchsten französischen Auszeichnungen, der Legion d’Honneur, geehrt wurde, spielt die Rolle von Devereaux‘ Ehefrau Simone. (dpa/KT)

Fotos: Wild Bunch