Sonntag, 18. Mai 2014, 13:17 Uhr

Kleiderschrank ausmisten: Ein Abschied mit guten Folgen

Es gibt kaum wenige Situationen, die so orts-, nationalitäts- und zeitunabhängig sind, wie diese:

Noch schlaftrunken vor dem viel zu vollgepackten Kleiderschrank stehen und nicht wissen, was aus dem Sammelsurium ausgewählt und angezogen werden soll. Schnell braut sich die Schlechte-Laune-Wolke bei dem Anblick des Chaos zusammen. Aus Bequemlichkeit greift der Suchende zu dem, was oben liegt. Spätestens bei skeptischen Blicken im Büro und einem „Hast Du Dich im Dunkeln angezogen?“ wird klar: Der Kleiderschrank muss ausgemistet werden. Mit einfachen Tricks gelingt diese Aufgabe in kürzester Zeit.

Dabei ist der emotionale Wert nicht zu unterschätzen, denn aus allen Ecken quellen Fehlkäufe, Herzstücke oder das T-Shirt des Ex-Partners hervor. Es sind tragbare Erinnerungen und Momentaufnahmen. Wackelkandidaten können noch ein paar Tage im Schrank hängen bleiben, sollten aber nach zweiwöchigem Nicht-Auswählen an die Freundin oder die Altkleidersammlung weitergegeben werden.

Der neu gewonnene Platz kann jetzt sinnvoll genutzt werden. Zum Beispiel für Jeansjacken, die im Laufe der Jahre in die hinteren Reihen des Kleiderschrankes gerutscht sind. Das sind sie nämlich völlig zu unrecht. Wer Jeansjacke trägt, liegt voll im Trend. Jüngst bewies Selena Gomez auf dem Coachella-Festival ihr Gespür für Mode und glänzte in einer abgeschnittenen Jeansjacke im Used-Look.

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Jedoch würde sie damit bei der Mutter aller Jeansjackenträgerinnen, Kate Moss, gerade mal ein müdes Lächeln erreichen. Lässig kombinierte Kate das It-Stück seit Jahren schon zu engen Lederjeans und High-Heels und manifestierte damit ihren coolen Rockstarlook. Anerkannte Fashionkritiker wie Karl Lagerfeld und Vouge-Chefin Anna Wintour, lobten ihren Stil vielfach.

Ebenfalls Anhängerinnen des coolen Jeanslook sind Stars wie Cara Delevingne, Rachel Bilson, Jessica Alba und Sienna Miller. Das Gute an der Jeansjacke ist, dass ihre Träger nie over- oder underdressed erscheinen.

Einen individuellen Touch bekommt sie durch Nieten, Glitzersteine oder Patches. In vielen Bastelläden findet sich Material zur Umsetzung kreativer Ideen. Wer keine Lust auf High-Heels hat, trimmt sein Outfit auf „sporty“ und kombiniert Sneaker zur Denim-Jacke. Das Recherchieren im Internet lohnt sich. Hier werden ausgewählte Stücke zu fairen Preisen angeboten. Auf Flohmärkten und angesagten Kleidertauschpartys gibt es sie teilweise umsonst oder für wenig Geld.

Jeansjacken lassen sich trotz ihres lässigen Images zu offiziellen Anlässen tragen. Wie sie im Gesamtoutfit wirken hängt von Waschung, Material und Accessoires ab. Ob als Hippie mit offenen Haaren und reichlich Schmuck, oder als Grande Dame mit dezenten Ohrringen und Collier, hier sind den Stylemöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. (KTAD)

Foto: WENN.com