Donnerstag, 22. Mai 2014, 15:29 Uhr

Filmkritik "X-Men - Zukunft ist Vergangenheit": Tolles Popcorn-Kino

Mit Wolverine geht’s seit heute zurück in die verrückten 70er. Womit also schon mal klar ist: Im neuen ‘X Men’-Abenteuer geht es um eine Zeitreise.

Die X-Men sind in ihrer Existenz bedroht, die komplette Auslöschung steht kurz bevor. Der alte Charles Xavier (Patrick Stewart, 73) als brillanter Denker greift die Idee der Zeitreise auf. Die Zeitreisen-Theorie sagt, wenn ein Ereignis in der Vergangenheit geändert werden muss, greift man komplex in den Verlauf der Geschichte ein. Es ändert sich nicht nur dieses eine.

Nichtsdestostrotz lautet die klare Anweisung an Logan/Wolverine (Hugh Jackman): ändere diese eine Ereignis in der Vergangenheit und nur so wird der Schlamassel, in dem sich die X-Men im Hier und Jetzt befinden, nicht passieren. Die Reise zurück in die Zukunft kommt nur für Wolverine in Frage. Er ist zwar nicht der smarteste, aber physisch der taffeste von allen X-Men. Sein Auftrag lautet, finde das frührere Ego von Stewart, überzeuge ihn von deinem Auftrag und ändere die Zukunft.

Die Reise beginnt natürlich mit X Men Power… Wolverine wacht auf im NY und das erste, was er sieht ist ein Lacher: eine Lavalampe wabert vor sich hin und kaum dreht Wolverine sich im Bett um, um zu sehen, wessen nackter Arm sich da über seine Schulter gelegt hat, beginnt die witzige und spannende Reise in NYC der 70er Jahre.

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Wolverine, wie immer so cool wie Clint Eastwood, trifft auf die jüngeren Egos der X Men, inklusive Erik Lehnsherr/Magneto (Michael Fassbender, 37, „Shame“). Aber nicht nur Magneto war in jüngeren Jahren anders als der Zuschauer sie aus den ersten Teilen kennt. Wolverine gerät schnell an seine Grenzen und sein Mantra „Ich bin gut im Überleben“ hilft ihm nur bedingt: denn auch seine Fähigkeiten sind längst nicht ausgereift.

Fazit: tolles Popcorn-Kino, die Einführung der jüngere ‘X Men Crew’ ist gelungen – man könnte Raven/Mystique (Jennifer Lawrence, 23, „American Hustle“) stundenlang beim Verwandeln zusehen – insgesamt eine absolut souveräne Schauspielleistung von allen. (KW)

Fotos: FOX