Freitag, 23. Mai 2014, 18:50 Uhr

Alexander Klaws im Interview: "Die Bubi-Zeiten sind vorbei"

Alexander Klaws ist ein Tausendsassa, der derzeit nicht nur im Halbfinale von ‚Let’s Dance‘ zu sehen ist, sondern auch bereits seine nächsten zwei Musicalprojekte in der Pipeline hat.

Trotzdem findet der sympathische Sänger und Schauspieler immer noch Zeit für extrem entspannte Interviews und hat auch noch für Privatleben und einen wohlverdienten Sommerurlaub Zeit. Am 30. Mai erscheint außerdem auch die neue Single ‚Morgen explodiert die Welt‘ von Alexander, Grund genug für eine Plauderei mit klatsch-tratsch.de.

Deine neue Single heißt ‚Morgen explodiert die Welt’ und ist ja noch etwas schlagerlastiger als sonst.
Ich bin jemand, der macht heute eine klassische Nummer, morgen was Rockiges und übermorgen eben einen Popsong. Die Songs entstehen immer so, wie ich mich gerade fühle. Und zur Zeit bin ich durch ‚Let’s Dance‘ natürlich sehr vom Tanzen inspiriert. Die Nummer ist erst so im Studio entstanden, ich hatte ursprünglich eigentlich etwas ganz anderes vor. Und dieses partymäßige fanden wir dann jedoch am Ende ganz frisch und cool. Diese Stimmung empfinde ich in meinem Leben eben auch gerade.

Seit einigen Jahren wird der Schlager immer mehr zum Mainstream und auch Du hast vor einiger Zeit auf deutsche Musik gewechselt.
Ich habe nicht angefangen auf Deutsch zu singen, weil beispielsweise Tokio Hotel vor ein paar Jahren damit erfolgreich waren. Ich habe 2006 während meines Bühnen-Debüts bei “Tanz der Vampire” die deutsche Sprache für mich “neu” entdeckt, denn es ist ja auch meine Muttersprache. Dennoch ist es eine Herausforderung, ein ganzes Album auf Deutsch aufzunehmen, nachdem ich zuvor nur auf Englisch gesungen habe. Ich finde es aber authentischer und kann so noch direkter ausdrücken, was ich empfinde. Ich war noch nie jemand der auf irgendeinen Trend aufgesprungen ist, ich mache nur Dinge, auf die ich wirklich Lust habe.

Deine ersten zwei Alben wurden von Dieter Bohlen produziert und deine ersten drei Alben auf Englisch, kannst Du Dich heute noch damit identifizieren?
Ich singe immer noch sehr sehr gerne in Englisch . Meine ersten beiden Alben wurden in sehr kurzer Zeit aufgenommen, aber ich muss trotzdem sagen, dass ich bei keinem Song heute denke “Um Gottes Willen”. Natürlich gibt es immer einen Song, den man mehr mag als einen anderen, aber ich bereue keinen.

Am 6. Juni erscheint eine Premium Edition von ‚Für alle Zeiten‘. Warum hast du dich ‚nur‘ für eine Neuveröffentlichung, anstatt gleich für ein komplett neues Album entschieden?
Als das Album herauskam habe ich gerade angefangen Tarzan zu spielen, weswegen ich nicht die Möglichkeit hatte ausreichend Promo für das Album zu machen. Deswegen ist es leider ein wenig unbeachtet geblieben. Dennoch finde ich, dass es ein sehr tolles Album ist und mir liegt jeder Song davon am Herzen. Und mit ‚Morgen explodiert die Welt‘ erhält das Album eben nochmal einen kleinen neuen Schmankerl. Aber die Arbeiten an meinem neuen, sechsten Album haben auch schon bereits begonnen.

Sänger, Let’s Dance-Teilnehmer, Musicaldarsteller und Schauspieler, der Tag hat doch nur 24 Stunden.
Jetzt am kommenden Sonntag beginnt die Probenphase für meine nächste Hauptrolle in Tecklenburg, parallel bin ich im Halbfinale von ‚Let’s Dance‘. Im Moment “mache” ich einfach nur und gebe in jedem Bereich Vollgas. Ich beschwere mich hier aber gerade nicht, das ist klagen auf höchstem Niveau. Die Zeit für einen Sommerurlaub nehme ich mir aber schon noch, um dann auch vor den neuen Herausforderungen frische Energie zu tanken.

Du bist im September letzten Jahres 30 geworden, ein rundes Alter. Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Wenn man 20 ist, ist die 30 noch so weit entfernt, dass man gar nicht drüber nachdenkt. Aber wenn man dann 30 ist, fühlt es sich auch nicht anders an. (lacht). Ich will auch gar nicht mehr 20 sein wollen, die Bubi-Zeiten sind vorbei. Und was dann in den 40ern kommt – da lass ich mich überraschen. (lacht)

Fotos: WENN.com