Freitag, 30. Mai 2014, 16:22 Uhr

Jungspund Lorde überzeugte bei einzigem Deutschland-Konzert

Das Ausnahmetalent Lorde beglückte gestern rund 2500 Konzertbesucher in Berlin und machte es für ihre Fans zu einem sicherlich einzigartigen Erlebnis.

Sie ist zwar erst 17 Jahre alt, gehört jedoch jetzt schon zu den ganz Großen. Die junge Neuseeländerin spielte am gestrigen Abend in der nicht ganz ausverkauften Berliner Columbiahalle ihr einziges Deutschland-Konzert ihrer aktuellen Tour und gab in 70 Minuten fast alle Stücke ihres gefeierten Albums ,Pure Heroine’ zum Besten. Mit ihrem Debüt schoss die Musikerin im letzten Jahr durch die Decke und machte sie zur weltweit gefeierten Newcomerin. Unter anderem stand sie ganze neun Wochen mit ihrem Ohrwurm ,Royals’ an der Spitze der US-Charts. Kein Wunder also, dass das Konzertpublikum hohe Ansprüche an die Sängerin stellte – und diese wurden nicht enttäuscht.

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Ella Yelich-O’Connor, wie die ,Royals’-Interpretin mit bürgerlichen Namen heißt, entführte die Anwesenden der Columbiahalle mit ihrer Musik in eine wohlige Welt des elektrischen Indie-Pop und überzeugte zudem mit ihrer Bühnenpräsenz. Die wirklich erst 17-Jährige lebte ihre Songs mit vollem Körper- und Stimmeinsatz, denn offenbar spürte sie jede Regung in ihrer Musik und brachte dies in ihrer authentischen Performance auf die Bühne. Im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen funktionierte das auch ganz ohne einstudierte Choreografie.

Neben dem musikalischen Aspekt fiel besonders das Outfit der Sängerin ins Auge, die schon bald eine eigene Make-Up-Kollektion für ,MAC Cosmetics’ auf den Markt bringen wird. Zu einem schlichten, figurbetonten Longsleeve in Schwarz trug die 17-Jährige eine auffällige High-Waist-Hose im Look der 20er Jahre, die der Figur des Shootingstars nicht unbedingt schmeichelte. Zum krönen Abschluss ihres Auftrittes verwandelte sich Lorde mit Hilfe eines futuristischen Cape-Look in ein funkelndes Goldengirl und schloss ihr einziges Deutschland-Konzert damit ab.

Die Gäste des Abends, worunter sich auch Schauspieler Daniel Brühl befand, dürften besonders mit der Songauswahl der Musikerin auf ihre Kosten gekommen sein. Von ihren Hits wie ,Tennis Court’, ,Royals’ oder ,Team’ über ruhigere Einlagen – es war alles dabei was das Fanherz begehrt. Vom anwesenden Publikum hagelte es daher auch nach jedem Song begeisterten Applaus, den auch die sonst so unnahbare Sängerin nicht kalt ließ – im Gegenteil. Glücklich, aber fast schon schüchtern richtete sie ihren Dank anschließend an die ,,wunderschöne Menge”. Gekrönt wurde ihr sympathischer Auftritt mit einer Konfettifontäne der besonderen Art, denn die Papierschnipsel die während ,Team’ auf das tanzende Publikum rieselten waren kleine Graphiken der Sängerin und boten für viele Besucher ein Erinnerungsstück des Abends, die sie nach einem gelungenen Abend mit nach Hause nehmen konnten.

Lorde überzeugte bei ihrem Konzert mit einer außergewöhnlichen Stimmgewalt gepaart mit einer starken Bühnenpräsenz und konnte sich daher zurecht vom Publikum feiern lassen – Ihrem Ruf als Ausnahmetalent wurde sie schließlich um jeden Preis gerecht. (LT)

Foto: WENN.com