Donnerstag, 05. Juni 2014, 19:20 Uhr

Trey Songz: "Es ist großartig, dass meine Musik mich hierher gebracht hat"

Diesen Sommer werden wir musikalisch sehr viel von US-R&B-Sensation Trey Songz (29) hören.

Der veröffentlicht nämlich pünktlich zur Sommersaison sein neues Album ‘Trigga’. Anlass für Tari und Dennis von klatsch-tratsch.de sich mit dem charismatischen Sänger über die Musik, die er beim Sex und Hass-Kommentare bei Facebook zu unterhalten. Hier geht’s zu Teil 1 des großen Interviews.

Deine Songs handeln viel von Liebe. Bist Du romantisch?
Definitiv.

Was war denn das Romantischste, was Du je für eine Frau gemacht hast?
Boar. Da gab es einige (lächelt verschmitzt). Ich glaube die romantischste Sache ist folgende Geschichte. Besonders schön und romantisch daran finde ich, dass es nichts mit Geld zu tun hat. Es hatte einfach nichts mit meinem Geld und der Tatsache das ich berühmt bin zu tun. Es ging einfach nur um die Sache, die ich gemacht habe.

Dann erzähl mal …
Das war Valentinstag vor ein paar Jahren. Wir hatten damals eine Wohnung zusammen, in die wir gerade gezogen waren. Ich hätte eigentlich nicht in der Stadt sein sollen, aber ich habe einen Freund eingeweiht. Er hat ihren Schlüssel geklaut und ich habe in Wahrheit gar nicht die Stadt verlassen. Unsere Wohnung war bis auf eine Luftmatratze komplett leer. Als sie heimkam stand die Tür offen. Als sie in ihre Tasche gesehen hat, hat sie gemerkt dass ihr Schlüssel weg war. Sie hatte angst und dachte jemand sei in die Wohnung eingebrochen. Als sie dir Tür aufgemacht hat waren da tausende von Kerzen, Blumen und ich war da. Wir haben dann das komplette Wochenende verbracht. Es war total schön und eine riesen Überraschung, weil ich ja eigentlich gar nicht da sein sollte. Sie war vorher schon ganz traurig den Valentinstag allein verbringen zu müssen. Sie hat sich total gefreut.

Wenn sich Deine Songs nicht um Liebe drehen, dann geht es inhaltlich um Sex. Hörst Du beim Sex Deine eigene Musik?
Nein, das wäre ziemlich merkwürdig, wenn ich dabei meine eigene Musik hören würde (lacht). Wenn ich in Stimmung bin, dann höre ich Klassiker wie Jodeci, Faith Evans und natürlich R.Kelly. Ich mag den Song „Between the sheets“ oder von Aaliyah „Chosey Lover“. Ich höre dabei einfach gerne so Oldschhol-Klassiker.

Verbindest Du eine besondere Erfahrung mit Deutschland?
Wir hatten gestern einen sehr schönen Moment ,als wir hier angekommen sind. Mein Manager, ich und mein restliches Team hatten gestern ein paar Drinks und dabei haben wir darauf angestoßen, dass wir hier sind. Es ist großartig, wenn man sich überlegt, dass meine Musik mich hier her gebracht hat. Hättest Du mich früher gefragt wo Berlin liegt, dann hätte ich das gar nicht gewusst. Ich war in der Schule nicht so gut in Länderkunde (lacht). Leider haben wir immer sehr wenig Zeit wenn wir hier sind. Morgen früh geht es für uns schon wieder weiter Ich möchte aber wenn es möglich ist in Zukunft immer einen freien Tag an dem Ort verbringen, zum dem ich beruflich reise. Damit ich mal ein bisschen mehr von den einzelnen Städten zu sehen bekomme. Wir sind mal hier in Deutschland aufgetreten – frag mich nicht nach der Stadt – aber ich erinnere mich, dass diese Stimmung magnetsierent war. Da war so viel Liebe in der Luft und die Menschen haben draußen auf mich gewartet und millionen Bilder gemacht. Das ist zwar ein berufliches Erlebnis, aber es hat mich als Mensch trotzdem sehr bewegt.

Was wäre dein Plan B gewesen, wenn es mit Deiner Karriere nicht funktioniert hätte?
Diese Frage stellen mir die Leute seit Anfang meiner Karriere. Die Antwort variiert immer. Ich liebe es zu malen, ich liebe es kreativ zu sein. Ich denke, ich wäre sicher auch irgendwie im Musik-Biz tätig, aber vermutlich an einer anderen Stelle. Vielleicht als Assistent eines Künstlers, vielleicht wäre ich ein Produzent, der doch irgendwie versucht Sänger zu sein. Ich denke wenn du Musik aus tiefstem Herzen liebst und es niemals aufgibst, wirst du es irgendwann auch schaffen. Es kommt vielleicht nur etwas später. Schau dir mal Leute wie Susan Boyle, 2Chainz oder Jay-Z an. Bei Letzterem hat es bis es zu seinem, ich glaube 27 Lebensjahr gedauert, bis seine erste Single mal rauskam. Ich glaube, es gibt da keine Timeline. Es sind eher Prioritäten in deinem Leben, die du für dich bestimmen musst. Wenn du es wirklich liebst, dann wirst du es nie aufgeben können und es immer wieder versuchen.

Gibt es Gerüchte über dich, die dich extrem nerven?
Mit Gerüchten muss ich mich schon seit Anfang meiner Karriere herumschlagen. Über mich, werden wie über jeden anderen auch Gerüchte verbreitet und weitererzählt. Als Promi ziehst du so was an und Geschichten werden weitererzählt und immer weiter aufgebauscht. Alle Gerüchte sind frustrierend wenn sie unwahr sind. Aber wenn du deine Wahrheit kennst und dich auf deinen Weg und dein Ziel konzentrierst, dann stellst du fest, das diese Dinge nur da sind um dich zu verunsichern oder um dich aufzuhalten. Diese Verunsicherungen helfen dir nicht auf dem Weg zu deinem Ziel. Du musst lernen damit umzugehen, denn sonst kommst du von deinem Pfad ab.

Liest Du eigentlich deine Facebook- und Youtube-Kommentare?
Ja, das tue ich.

Wie gehst du mit Hate-Kommentaren um?
Wie bei der Gerüchte-Sache versuche ich mich nicht von diesen negativen Dingen beeinflussen zu lassen.

Was für Musik hörst Du beim Sport?
Bei meinen Workouts höre ich sehr viel Young Jeezy. Aber auch Jay-Z. Ich höre dabei eher so härtere Sachen, um m ich zu pushen. Harte Trap-Musik wie beispielsweise Sachen von Chief Kief. Also sachen die mich richtig hart abgehen lassen.

Das würde sich im Bett ja eigentlich auch eignen …
(lacht) Wäre auch eine Möglichkeit …

Fotos: WENN.com, James Dimmock