Montag, 09. Juni 2014, 22:18 Uhr

Das war's dann: "Rock am Ring" in der Eifel ist Geschichte

Zum letzten Mal ist das legendäre Musikfestival ‘Rock am Ring’ in der Eifel über die Bühne gegangen. Etwa 80.000 Besucher feierten vier Tage lang am Nürburgring mit Bands wie den Fantastischen Vier, Slayer, Kings of Leon und Jan Delay.

Am Sonntag, dem letzten Abend, trat Metallica als Top Act auf. Beim kleineren Zwillingsfestival ‘Rock im Park’ in Nürnberg, das einen Tag länger dauerte, waren es nach Veranstalterangaben rund 10.000 Rockfans weniger – wie auch schon im vergangenen Jahr.

Die Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen und Polizei zogen bei beiden Festivals ein weitgehend positives Fazit, den Sanitätern bereiteten aber viele Sonnenbrände ordentlich Arbeit. Bei ‘Rock im Park’ ließ die Festivalleitung Wasserstellen einrichten und forderte die Besucher auf, bei der Gluthitze ausreichend zu trinken – und zwar nicht nur Bier.

“Ich glaube, Petrus ist ein Rockfan geworden”, sagte der Sprecher des Roten Kreuzes, Thorsten Trütgen, angesichts des hochsommerlichen Wetters in der Eifel. Das sorgte aber auch für reichlich rote Haut auf dem Gelände. Viele Besucher hätten die Situation unterschätzt. «Allein am Samstag hatten wir 3000 Hilfeleistungen, davon waren 80 Prozent Sonnenbrände.” Auch Sonnenstiche und wegen der Hitze völlig erschöpfte Musikfans habe es in hoher Zahl gegeben. Insgesamt schätzte Trütgen die Einsätze auf dem Riesen-Event auf rund 9000 Hilfeleistungen.

Während bei «Rock im Park» auch im kommenden Jahr alles beim alten bleiben soll, wie die Veranstalter betonten, kommt auf die «Rock am Ring»-Fangemeinde ein großer Einschnitt zu. Das Festival, das 1985 seine Premiere in der Eifel gefeiert hatte, muss an einen anderen Ort umziehen, voraussichtlich nach Mönchengladbach.

Am Ring wird dann ein neues Festival der Deutschen Entertainment AG (Deag) mit Namen «Grüne Hölle» an den Start gehen. ‘Rock am Ring’-Veranstalter Marek Lieberberg und der neue Ringbesitzer, der Düsseldorfer Autozulieferer Capricorn, hatten sich nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen können. In Nürnberg heißt es dagegen: “Der Park ist sicher.” (Christian Schultz und Britta Schultejans, dpa)