Dienstag, 10. Juni 2014, 18:20 Uhr

Marina Abramovic verspricht ihre extremste Performance

Die Performance-Künstlerin Marina Abramovic ist eine Grenzgängerin. Ihre Auftritte sind intensiv und herausfordernd, für ihr Publikum, aber vor allem für die 67-Jährige selbst.

Am Mittwoch (11. Juni) kommt die in New York lebende Künstlerin mit einer Dauer-Performance in die Serpentine Gallery nach London.

«512 Hours» (512 Stunden) ist der Titel. Abramovi? will bis zum 25. August acht Stunden pro Tag, sechs Tage pro Woche, in der Galerie anwesend sein. Die Besucher sind angehalten, all ihre Besitztümer, inklusive Handys, an der Tür abzugeben und sich ganz auf die Show einzulassen. «Sie will die Überpräsenz von Medien und Smartphones ausblenden und ganz pur mit den Besuchern in Verbindung treten», erklärt ein Sprecher der Serpentine Gallery und verspricht eine Performance, die extremer sein soll als alles, was die gebürtige Serbin bisher gemacht hat.

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Dabei kann es im Rückblick auf ihre vergangenen Performances kaum extremer werden. Die Künstlerin verbrachte 2002 zwölf Tage in einem gläsernen Pavillon, aß nicht, sprach nicht, trank nur Mineralwasser und ging dreimal täglich vor den Augen der Besucher duschen. Während ihrer großen Retrospektive 2010 im New Yorker Museum of Modern Art saß sie über Hunderte von Stunden wechselnden Besuchern schweigend gegenüber.

In London will die Künstlerin spontan auf das reagieren, was geschieht. Foto- und Videoaufnahmen sind verboten. Wer Marina Abramovi? sehen will, muss selbst in die Galerie kommen. (dpa)

Foto: WENN.com