Donnerstag, 12. Juni 2014, 15:39 Uhr

Lana del Rey meldet sich zurück - Was inspiriert sie eigentlich?

Morgen ist es endlich soweit: Lana Del Rey erfreut uns mit einem neuen Album!

Seit Anfang des Jahres geistern immer wieder vereinzelte Songtitel oder auch schon mal ganze Videos zum neuen Album „Ultraviolence“ durchs Netz. Mit ihrem dritten Album bleibt sie sich musikalisch zwar treu, setzt jedoch mit erfrischenden Klängen eine neue Leichtigkeit um. Fans der attraktiven Amerikanerin brauchen jedoch keine Angst zu haben, die Lyrics der Sängerin bleiben von herzerweichender Melancholie und verstörender Realität bestimmt.

Ganz der modernen Psychoanalyse folgend, finden wir die Ursprünge des heute leuchtenden Stars in ihrer Vergangenheit. Aufgewachsen ist Elisabeth Woolridge Grant in Lake Placid am Rande des Staates New York. Die Kleinstadt befindet sich in einem bergigen Teil des Adirondack Nationalparks und war 1932 Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Diese ganz spezielle touristische Zeit ist lange vorbei und der Ort ist heute so verschlafen wie seine Beschreibung. Mitten im Nirgendwo aufzuwachsen, hat auch Lana Del Rey nachhaltig geprägt. „Man bekommt dort so ein monumentales, nostalgisches Gefühl.“, so Del Rey über ihre Heimat. Dass sie dann mit 15 auf ein Internat geschickt wurde, hat das Gefühl des Verlorenseins sicher nicht gemindert. Als Lana Del Rey gerade einmal mit 18 Jahren nach New York City zieht, veränderte sich auch ihr Wesen und sie entwickelte sich zu der Person, die die Pop-Welt derart aufgerüttelt hat.

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Ohne Lana Del Rey zuvor gesehen zu haben, fiel es mit der Veröffentlichung ihres Albums „Born To Die“ im Jahr 2012 schwer, das Alter der Sängerin zu erraten. Ihre zweite Platte, die gleichzeitig ihren Durchbruch bedeutete, klang nach soviel melancholischem Pathos. Komplexe Klangmuster trafen auf heftige Texte “voller Alkohol”, Männer und einer unerschöpflichen Sehnsucht. Die Frage nach den Einflüssen dieser erstaunlich kraftvollen und stolzen Stimme kam auf – was inspiriert die Frau aus dem Nirgendwo, die sich mit einem Leben in New York einen Traum erfüllt und seitdem immer ihren ganz eigenen Weg gegangen ist?

Die Antwort ist so vielseitig wie das Wesen der Sängerin selbst. Die Einflüsse stammen sowohl aus der Musik, Filmen, der Literatur und beschäftigen sich immer mit den schillerndsten und aufregendsten Persönlichkeiten des Genres. Starke Charaktere wie Frank Sinatra, Elvis Presly oder Leonard Cohen gibt Del Rey als musikalische Wegbereiter an. Die Schönheit wird jedoch beim Schreiben ihrer Songs ebenfalls von einer ganz bestimmten Sache beeinflusst, und zwar von den Männern aus ihrem Leben. Ob wir uns also darüber freuen sollte, das Del Rey seit Anfang des Jahres mit dem schottischen Rockstar Barrie-James O‘Neill verlobt ist, wird wahrscheinlich erst das vierte Album zeigen. Einen positiven Eindruck vom neuen Album haben wir allerdings jetzt schon. (KTAD)

Fotos: Neil Krug