Mittwoch, 18. Juni 2014, 11:43 Uhr

Kathryn Bigelow will mysteriöse Story von US-Soldat Bergdahl verfilmen

Oscar-Preisträgerin und Ex von Starregisseur James Cameron, Kathryn Bigelow (62), will US-Medien zufolge die Geschichte des aus fünfjähriger Taliban-Gefangenschaft befreiten Soldaten Bowe Bergdahl verfilmen.

Bigelow habe sich dafür mit dem Autoren und Produzenten Mark Boal zusammengetan, berichtete gestern unter anderem das Online-Portal der Zeitschrift ‚Variety‘. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Bigelow (‚Tödliches Kommando – The Hurt Locker‘) hatte zuletzt mit ‚Zero Dark Thirty‘ die Jagd nach Osama bin Laden verfilmt.

Der 28-jährige US-Soldat Bergdahl kam Anfang Juni in einem umstrittenen Austausch gegen fünf Terrorverdächtige aus dem Gefangenenlager Guantanamo Bay frei.

Mehr zum Thema: Kathryn Bigelow ist Hollywoods mächtigste Frau für die explosiven Stoffe

Mysteriös bleibt, wie er überhaupt in die Hände seiner Entführer gelangen konnte. Dazu hätte er 2009 den Armeeaussenposten Mest-Lalak in der ­afghanischen Provinz Paktika verlassen müssen. Bergdahl wird von verschiedenen Seiten vorgeworfen, dass er desertiert sei. Auch von einem unerlaubten Freigang ist die Rede. Berichten zufolge hatte der junge Soldat einen Brief und auch seine Waffe an dem Posten zurückgelassen. Vor diesem Hintergrund titelte das US-Msgazin ‚Time‘ sogar: „War er es wert?“

Die US-Army will unter dem Druck der Öffentlichkeit nun doch eine Untersuchung des Falles einleiten. Bergdahls Familie erhielt zwischenzeitlich sogar Todesdrohungen. (dpa/KT)

Fotos: WENN.com