Donnerstag, 19. Juni 2014, 17:44 Uhr

Alles über den Berliner Rapper Kontra K und "Wölfe"

Kontra K ist alles andere als ein Unbekannter in der deutschen Rap Szene.

Gemeinsam mit Skinny Al gründet Kontra K das Label DePeKa-Records. Dort veröffentlicht er seine ersten Mixtapes sowie Solo- und Kollabo-Alben mit Bonez MC und Skinny L.

Kontra Ks unverkennbare Stimme, seine Präsenz sowie sein Talent, auf klassische atmosphärische Beats, aber auch zeitgenössische elektronische Produktionen zu rappen, lassen ihn schon damals aus der Flut von Untergrund-Releases hervorstechen. Der Fleiß zahlt sich aus. 2013 steigt sein drittes Soloalbum ’12 Runden’ auf Platz 8 der deutschen Charts ein. Independent wohlgemerkt – also alles handgemacht.

Jetzt, ein gutes Jahr später erscheint die EP und Anfang 2015 Album, an dem Kontra K derzeit mit Dirty Dasmo (u.a. Marteria, Kollegah, Die Orsons, 257ers) und Matthias Mania (u.a. Johannes Oerding, Moby, Olly Murs) arbeitet. Die ‘Wölfe’-EP ist eine Standortbestimmung, die zeigt, wo Kontra K gerade steht: Mitten auf dem Weg, einer der nächsten Impulsgeber des ohnehin schon florierenden Genres zu werden. Nur eben ein ganz besonderer.

Auch weil der 26-Jährige nach seinen eigenen Regeln spielt.

Die EP sticht heraus aus der Menge an Releases vermeintlich härterer, also eher selbstmitleidiger deutscher Rapper. Denn Kontra K gehört zu einer neuen Generation, deren HipHop-Defintion breiter gefächert ist.

Klar ist Kontra K ein Straßenrapper aus Berlin, aber er ist anders als die anderen. Er erzählt von den Schwierigkeiten der urbanen Realität, er verherrlicht sie aber nicht. Er ist leidenschaftlicher Sportler, dem seine Leistungen wichtig sind. Er ist ein Hustler, aber eben im Arbeiter Sinne – denn neben der erfolgreichen Karriere als Independent-Rapper betreibt Kontra K auch eine eigenes Industriekletter-Gewerbe und arbeitet in seinem Boxclub als Trainer für Jugendliche.