Freitag, 20. Juni 2014, 21:55 Uhr

Pete Doherty plaudert über seinen neuen Wohnsitz Hamburg

Pete Doherty ist seit einiger Zeit von Paris nach Hamburg gezogen, um hier an einem neuen Album zu arbeiten.

Der 35-jährige Frontmann der ‘Babyshambles’ genießt die hanseatische Atmosphäre und konzentriert sich auf seine Arbeit an der Platte. ‘Flags From The Old Regime’ soll sie heißen. Im britischen Musikmagazin ‘NME’ räumt er mit den Vorurteilen gegenüber seiner Person auf. “Alle denken, ich sei hier, um was Ungutes zu tun”, so der Songwriter. Angesichts seiner skandalösen Vergangenheit rund um Drogenexzesse, Bühnenausraster und Liebschaften mit Supermodel Kate Moss, Amy Winehouse und Lindi Hingston, mit der er auch eine Tochter hat, scheint das verständlich. “Aber das stimmt nicht”, verteidigt sich der Rocker. Hamburg sei einfach ein “cleaner Ort” und er versuche, seinen Blick nach vorne zu richten.

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Doherty widmet sich in der Hansestadt also ganz seinen Aufnahmen im ‘Clouds Hill’-Studio an den Elbbrücken. Man sieht den Musiker und sein Wohnmobil mit französischem Kennzeichen allerdings nicht nur durch Hamburg rollen. Auch in Berlin, Amsterdam und Bremen gibt er kleine Konzerte. Bis Ende Juni bleibt Doherty noch in Deutschland. Dann geht es wieder zurück in die Heimat nach England, um mit seiner Band ‘The Libertines’ einige Shows zu spielen.

Jüngst sagte Doherty dem ‘Spiegel’, wie er sich die nahe Zukunft vorstellt: “Kleine Klubs, keine Promotion, Mundpropaganda, keine Agenten und Veranstalter, die abkassieren, einfach mit der Gitarre auf die Bühne gehen und ein paar neue Songs ausprobieren, das ist cool. Das haben wir schon mit den Libertines so gemacht.” Johann Scheerer, der Besitzer des Clouds Hill Studios, in dem Doherty werkelt, sagte über den Mitbewohner: “Peter ist ein reizender, höflicher und gewissenhafter Typ und hochtalentierter Musiker, dem seine Drogensucht so dermaßen im Weg steht. Wenn man etwas Zeit mit ihm verbringt, wird schnell klar, wie sehr die Sucht sein Leben bestimmt und wie sehr er darunter leidet. Der Drogenkonsum ist für Peter Schmerzprävention, mit Genuss, Exzessen oder aufregendem Leben hat das nichts zu tun. Er findet keinen Weg hinaus. Das ist kein Spaß, nicht für ihn und nicht für die Menschen um ihn herum.” (Bang/KT)

Foto: WENN.com