Mittwoch, 25. Juni 2014, 17:00 Uhr

Helge Schneider: "Live At The Grugahalle – 20 Jahre Katzeklo (Evolution)“ ist da!

Gerade ist Helge Schneiders Doppel-Live Album „Live At The Grugahalle – 20 Jahre Katzeklo (Evolution)“ erschienen.

Rückblende, März 1994: Nach dem Auftritt der britischen Megastars von Take That performt der bis dato kaum über Insiderkreise hinaus bekannte Comedy-Kauz Helge Schneider in Thomas Gottschalks „Wetten, dass..?“ vor rund 16 Millionen Fernsehzuschauern live das Stück „Katzeklo“ – und hinterlässt nach seinem Abgang ein Samstagabendpublikum, das sich anfänglich nicht zwischen kompletter Verstörung und absoluter Begeisterung entscheiden kann. Pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum seines mittlerweile zum unsterblichen Kulthit avancierten Durchbruchssongs erscheint mit „Live At The Grugahalle – 20 Jahre Katzeklo (Evolution)“ ein neues Doppel-CD-Konzertalbum des Mülheimer Allroundtalents.

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Als „jenseits von Gut und Böse“ bezeichnet Helge Schneider heute selbst den unfassbaren Erfolg, den er mit der ECHO-prämierten Hitsingle „Katzeklo“ aus dem mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichneten Album „Es gibt Reis, Baby!“ verbuchen konnte. Auch in der Folgezeit wurde der Unterhaltungskünstler, Buchautor, Film- und Theaterregisseur, Schauspieler und Multiinstrumentalist mit unzähligen Awards geehrt; darunter der Deutsche Comedypreis (u.a. für sein Lebenswerk), den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft, das Prädikat „Klavierspieler des Jahres“ vom Bundesverband Klavierspieler, der Große Karl-Valentin-Preis und viele andere.

„Anhand von ‚Katzeklo‘ kann man auch gut beobachten, dass die Welt sich immer weiter dreht“, so Schneider rückblickend. Was damals perfekt den Zeitgeist der Mitt-90er widerspiegelte, ist heute fester Bestandteil des deutschen Partykulturguts und auf keiner Feier mehr wegzudenken. Und obwohl der damals besungene „Katzeklo“-Benutzer Kater Fritz irgendwann „vor Altersschwäche beim Sonnenbaden vom Balkon gefallen“ ist, lebt sein Andenken in dem hunderttausendfach verkauften „Zufalls-Hit“ fort. „Außerdem ist ‚Katzeklo‘ zu meinem Zweitnamen geworden“, so Helge weiter. „Auf der Straße sagen die Leute, wenn sie mich sehen: Hey, guck mal da, da ist Katzeklo! Und auch meine Kinder nennen mich Papa Katzeklo.“ Auf der im vergangenen März in der Essener Grugahalle mitgeschnittenen Performance gibt es nun auf über zwei Stunden lang Helge pur. Jedoch „ohne die Gruppe Pur“, versteht sich.

Auf insgesamt 39 Tracks und Ansagen beweist sich Comedy-Jazz-Ikone Helge Schneider in heimischer Ruhrpott-Liveatmosphäre einmal mehr als ebenso unkonventioneller wie versierter Maestro am Saxophon, am Klavier, an der Gitarre, am Xylophon, am Vibraphon und an unzähligen anderen Klangerzeugungsgeräten. Ein genialer Wahnsinniger, der im Gegensatz zu vielen anderen Musikern von Jahr zu Jahr immer unberechenbarer und immer aufregender wird. Neben „Katzeklo“ sind auf „Live At The Grugahalle“ sowohl weitere ältere Stücke wie „Der Meisenmann“, „Es gibt Reis, Baby“ sowie „Hunderttausend Rosen“, Songs von seinem im letzten Sommer releasten Studioalbum „Sommer, Sonne, Kaktus!“ wie die aktuelle Single „To Be A Man“ oder „Nachtigall, huh (Es zittert unser Haus, was ist nur draußen los?)“, und liebevoll dekonstruierte Coverversionen von Beethovens „Mondscheinsonate“ und von der Jerry Jeff Walker-Kultnummer „Mr. Bojangles“ zu finden.

Helge Schneider hat schon immer gerne zitiert. Sich und andere. Tauscht innerhalb seiner Stücke notorisch um, verändert, macht neu. Ein oft kopierter und doch nie erreichter Crossover aus Kunst und Comedy, der aus dem Moment heraus entsteht. Spontan, ungeplant und kaum geprobt. Bloß kein Blick zurück, bloß keine Wiederholungen. Jazz meets Volksmusik, Schlager meets Blues meets Klassik. Eine Mischung, die zwar „grotesk, aber ehrlich“ ist, so Schneider, der vielleicht erste Stand-Up-Comedian Deutschlands, wäre dieser Begriff nicht viel zu eindimensional für den 58-jährigen Mülheimer. Imperfektionismus als Stilmittel. Immer inklusive des Zufalls, geistesblitzender Improvisationen und auch unvorhergesehenen Pannen, die kleinen, funkelnden Geschenke des Musikgottes. „Je mehr wir proben, desto schlechter sind wir. Meistens spielen wir auch die Stücke gar nicht, die wir vorher geprobt haben, sondern eher die anderen. Ich gehe nicht auf die Bühne, um etwas zu reproduzieren, was ich schon tausend Mal geübt habe. Ich will etwas sagen. Etwas ausdrücken. Ehrlichkeit – auswendig Gelerntes finde ich verlogen.“

Charmant praktizierter Authentizismus, den man auf der „Live At The Grugahalle – 20 Jahre Katzeklo (Evolution)“-Doppel-CD“ in jeder Sekunde spürt. Oder um es mit Helge zu sagen: „Be happy, habt keine Falte, Katzeklo!“

Ach so, Vorfreude: Die randvolle Doppel-CD beinhaltet – passend zum Sommer – den Weihnachtshit „Feliz Navidad“ in der Schneider-Interpretation als exklusiven Bonustrack. Damit ist Helge Schneider der erste Künstler weltweit mit einem weihnachtlichen Song im Hochsommer.


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Foto: Till Oellerking