Dienstag, 01. Juli 2014, 20:39 Uhr

"Monsieur Claude und seine Töchter": Göttlich, diese Rassisten!

Monsieur Claude Verneuil und seine Frau Marie sind eigentlich ein zufriedenes Ehepaar in der französischen Provinz und haben vier wunderschöne Töchter.

Am glücklichsten sind die Beiden, wenn die Familientraditionen genau so bleiben wie sie sind. Doch das ändert sich brutal: die eine heiratet einen Muslim, die andere einen Juden, die dritte einen Chinesen. Der vierte Ehemann ist zwar Katholik, aber eben einer von der Elfenbeinküste…der schwarze Charles.

So gerät das Ehepaar unter einen permanenten Multikulti-Anpassungsdruck.

Als sie ihrem vierten Schwiegersohn gegenüberstehen, reißt Claude und Marie der Geduldsfaden. Geschwächt durch Beschneidungsrituale, Hühnchen halal und koscheres Dim Sum ist ihr Toleranzvorrat restlos aufgebraucht.

Doch auch Charles‘ Familie knirscht über diese Partie mächtig mit den Zähnen. Weniger um bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen als sie zu sabotieren lassen sich die Eltern auf ein Kennenlernen ein. Was folgt ist ein Gemetzel der nationalen Ressentiments und kulturellen Vorurteile. Solange, bis das familiäre Federnrupfen dem Brautpaar die Lust an der Hochzeit zu verderben droht…

Regisseur Phillippe DeCauveron verriet, wie die Idee zu dem Film entstand: “Das war an dem Tag, an dem mir klar wurde, dass laut den Statistiken die Franzosen Weltmeister in Mischehen sind. Verschiedene Studien sagen, dass ungefähr 20 Prozent der Ehen in Frankreich zwischen Menschen verschiedener Herkunft und verschiedener Religionen geschlossen werden. Bei unseren europäischen Nachbarn liegt diese Zahl bei ungefähr 3 Prozent.”

Er fügte hinzu: Viele Kinder mit Migrationshintergrund haben mir gesagt, dass sie darunter leiden, irgendwie nicht als vollständige Franzosen zu gelten. Darum geht es in der Szene mit der französischen Nationalhymne. Der von Christian Clavier gespielte Monsieur Claude, den eine innige Feindschaft mit seinen Schwiegersöhnen verbindet, glaubt zu träumen als er sie die Zeilen der Marseillaise singen hört. Plötzlich muss er sie anders sehen und ihnen gestehen, dass er eine Gänsehaut bekommen hat.”

Der grandiose Christian Clavier (Asterix & Obelix) als Monsieur Claude beweist erneut riesiges Komödientalent auf seiner Odyssee durch vier Hochzeiten zwischen Kulturschock und Völkerfreundschaft.

“Monsieur Claude und seine Töchter” ist mit neun Millionen Zuschauern die derzeit erfolgreichste Komödie in Frankreich. ‘Der Spiegel’ schreibt: “Eine intelligente Komödie für intelligente Menschen. Gibt’s nicht oft”.

Am 24. Juli kommt die Multikulti-Panik-Komödie auch in die deutschen Kinos.

Fotos: Neue Visionen Filmverleih