Mittwoch, 02. Juli 2014, 19:22 Uhr

Fady Maalouf: Neue Karriere als Maler und Möbel-Designer

‘Germanys next Topmodel’ haben wir für dieses Jahr schon gefunden. Deutschlands neuen RTL-Superstar’ auch und wenn es so weitergeht, dann gibt’s bald auch mal wieder einen WM-Titel.

Seit vorgestern haben wir auch einen “sexiest Veganer” aus deutschen Landen. Die Tierschutzorganisation Peta hat Ex-DSDS-Teilnehmer Fady Maalouf (35) zum “heißesten Veganer Deutschlands” gewählt. Kurz zur Erinnerung: Vegetarier sind Menschen, die kein Fleisch essen. Veganer sind Menschen, die komplett auf tierische Produkte verzichten. klatsch-tratsch.de hatte Fady an der Strippe, der auch über seine Erkrankung an chronischer Muskelschwäche sprach.

Was bedeutet es für Dich, Deutschlands sexiest Vegan zu sein?
Sexy sein bedeutet für mich gesund zu sein und sich in seinem Körper wohlzufühlen. Vor ein paar Jahren bin ich sehr krank geworden. Das ging so bis vor acht Monaten. Ich habe mich schon immer vegetarisch ernährt und hatte den Wunsch vegan zu leben. Ich bekam ständig zu hören, dass ich aufgrund meiner Krankheit nicht auf Milchprodukte verzichten solle, weil es sonst sicher noch schlimmer werden würde. Mir ging es dann aber immer schlechter und ich habe beschlossen diesen radikalen Cut zu machen und komplett auf alles tierische zu verzichten. Diese Entscheidung wurde auch von Peta mitgeprägt. Ich bin da Mitglied im Verein geworden. Ich dachte ja früher immer, das Milchprodukte total harmlos wären, aber durch die Videos auf der Seite wurde ich eines besseren belehrt. Es war sehr naiv von mir zu denken, dass die Tiere dabei nicht gequält werden würden. Ich war geschockt und das hat mir die Augen geöffnet, weil das mit meiner Liebe zu Tieren nicht vereinbar war. Parallel kam dazu auch meine Gesundheit und ich dachte das wäre ein guter Zeitpunkt für die Umstellung. Ich habe dann für ein halbes Jahr mit Rohkost angefangen und schon nach der ersten Woche einen großen Unterschied gemerkt. Ich hatte viel mehr Energie und es ist immer besser geworden.

Was gewinnst du mit diesem Titel? Einen Pokal? Eine Urkunde? Ein Salatblatt?
(Lacht). Ich weiss es gar nicht. Eine Urkunde gibt es wahrscheinlich nicht, aber vermutlich ein Fahrrad. Das möchte ich an einen Kinder-Charity-Verein weitergeben, damit die damit einem Kind eine Freude machen können.

Über Deinen Sieg haben sich aber nicht alle gefreut …
Ja, ich war ein bisschen geschockt, weile es auf der Peta-Seite so viele Negativkommentare gab. Ich wurde als Schwuchtel beleidigt. Das hat mir gezeigt, dass Veganersein nicht automatisch bedeutet, dass man tolerant ist. Das hat meine Sicht der Dinge schon ein wenig geändert.

Jetzt zur WM grillen sehr viele Leute, was kommt bei dir auf den Grill?
Oh Gott (lacht). Ich habe mit Fußball absolut nichts am Hut. Viele Leute werden mich jetzt hassen, aber für mich ist Fußball kein Spiel mehr, sondern schon eine Kultur, in der nur Bier und Chips konsumiert werden. Dazu kommen dann noch die ganzen BBQs. Ich versuche jetzt nicht so dogmatisch zu sein, aber ich halte mich davon eher fern.

Bist Du also einer von diesen Leuten, die dann ständig rummeckern, wenn jemand aus der Gruppe Gleisch grillt?
Ich grille eigentlich fast nie und wenn, dann nur Gemüse. Meine Freunde sind alle so lieb und die würden nie vor mir Fleisch grillen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das würde nicht jeder machen und das weiß ich echt zu schätzen. Weil ich sehr viel Rohkost esse ist grillen eigentlich keine Option bei mir (lacht).

Was hast du dieses Jahr noch geplant?
Ich habe jetzt kürzlich im Berliner Tempodrom ein Konzert gespielt und letzte Woche meine mittlerweile zweite Bilderausstellung abgeschlossen. Dort habe ich alle meine Bilder verkauft. Ich mnöchte in diesem Jahr mehr mit der Malerei machen und mich mit Möbel-Design versuchen. Nebenher möchte ich aber weiterhin etwas mit Musik machen. Im Herbst kommt meine neue Single. Aktuell lerne ich gerade Produzieren. Dann kann ich endlich in meinem Home-Studio meine eigene Musik produzieren. Also für dieses Jahr habe ich viele Projekte im Kopf (lacht).

Foto: WENN.com