Freitag, 04. Juli 2014, 20:52 Uhr

Nach "Rubinrot" kommt Mitte August "Saphirblau": Und das hier ist alles neu

Weltweit wurden über 2,5 Millionen Exemplare von Kerstin Giers ‘Edelstein-Trilogie’ verkauft.

‘Rubinrot’, der erste Teil der Liebesgeschichte durch alle Zeiten, wurde in 29 Sprachen übersetzt, erschien u. a. in den USA und England und konnte sich insgesamt 133 Wochen auf der ‘Spiegel’-Bestsellerliste halten.

‘Smaragdgrün’, der dritte Teil, landete auch in Italien und den Niederlanden in der Bestsellerliste und erreichte in Deutschland auf Anhieb Platz 1 der ‘Spiegel’-Bestsellerliste, wo er sich 89 Wochen hielt. Die verzwickte Liebesgeschichte zwischen Gwendolyn Shepherd und Gideon de Villiers ist angesiedelt in London – großes Kino, das mit einem grandiosen Cast, stimmigen Dialogen, perfektem Timing, eindrucksvollen Locations und tollen Spezialeffekten und Stunts begeistert.

Als Darsteller kehren u.a. zurück: Maria Ehrich, Jannis Niewöhner, Peter Simonischek, Josefine Preuß, Katharina Thalbach, Johannes von Matuschka, Florian Bartholomäi, Veronica Ferres und Kostja Ullmann. Rufus Beck konte als Stimme der animierten Figur Xemerius verpflichtet werden. Deutscher Kinostart ist am 14. August.

‘Saphirblau’ ist persönlicher und direkter als ‘Rubinrot’ – auch, weil die Probleme und Liebesnöte der Hauptfiguren näher an der Lebenswirklichkeit der Zuschauer sind. Optisch ist die Fortsetzung noch opulenter geworden, gleichzeitig fängt die Kamera die Figuren direkter und intimer ein als bei ‘Rubinrot’ Dynamischer, näher dran.

Die neue Figur des Xemerius – ein kleiner, zum Leben erwachter Wasserspeier – bietet neues Visual-Effects-Potenzial, auch ein actionreicher Showdown mit allerlei Spezialeffekten steht an. Statt des Schnees aus ‘Rubinrot’ wird in ‘Saphirblau’ Feuer ein wichtiges Element sein. Und Gwendolyn wird mit einer ausgefallenen Gesangs- und Tanzeinlage eine Soirée im 18. Jahrhundert zum Kochen bringen.

Die größte Herausforderung bei den Dreharbeiten war der knappe Zeitplan – im Vergleich zu ‘Rubinrot’ standen zehn Drehtage weniger zur Verfügung. Dabei galt es, mehr Zeitsprünge und mehr historische Massenszenen abzudrehen. Fuchssteiner: „Natürlich half es, dass wir nicht bei Null anfangen mussten und auf ein erfahrenes Team, einige bereits erprobte Locations und eingespielte Schauspieler zurückgreifen konnten. Trotzdem ist ‘Saphirblau’ weit davon entfernt, einfach nur ein „Rubinrot 2-revisited“ zu sein. Schließlich sind mehr als 60 Prozent der Motive neu und es sind auch einige neue Schauspieler hinzugekommen.“

Was ist neu bei ‘Saphirblau’?
„Saphirblau hat mehr Punk,“ fasst Regisseur Felix Fuchssteiner es in einem Satz zusammen. „Alles ist etwas wilder und wir haben überall noch eine Schippe draufgelegt: Bei den Kostümen, den Frisuren, der Musik. Wir sind außerdem näher an den Figuren und erzählen schneller und emotionaler. Da half es dramaturgisch natürlich enorm, dass wir auf die Exposition durch den ersten Teil zurückgreifen konnten.“

Die zweite Regisseurin Katharina Schöde fügte hinzu:: „Es gab ein neues visuelles Konzept, schneller, bunter, lauter, wilder. Wir haben viel Handkamera eingesetzt, die Schnittfrequenz deutlich erhöht und sind auch bei der Musik moderner geworden. Gerade bei den historischen Szenen stehen Spaß und Schauwerte mehr im Focus als eine historisch-korrekte Darstellung. ‘Rubinrot’ ist ein Märchen, während ‘Saphirblau’ eher eine romantische Fantasy-Komödie ist.“

In Deutschland ist das Fantasy-Genre immer noch eher die Ausnahme. Die Regisseure sind froh, mit der Concorde den erfolgreichen ‘Twilight’-Verleih im Rücken zu haben, der mit einem sehr überzeugenden Co-Produktionsbeitrag eingestiegen ist.

Die beiden Filmemacher hoffen, die Geschichte von Gwendolyn und Gideon auch zu Ende bringen und der Saga mit ‘Smaragdgrün’ ein krönendes Finale hinzufügen zu können.

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Fotos: Concorde