Dienstag, 08. Juli 2014, 11:53 Uhr

Taylor Swift: Plattenverträge künftig nur noch im Tausch gegen Fans

Taylor Swift (24) kann mittlerwweile auf Autogrammkarten mittlerweile verzichten.

“Ich wurde nicht mehr nach einem Autogramm gefragt, seit das iPhone mit seiner Frontkamera erfunden wurde. Das einzige Andenken, das Kinder heutzutage wollen, ist ein Selfie”, schrieb die mehrfache Grammy-Gewinnerin in einem Gastbeitrag für das US-Wirtschaftsmagazin ‘Wall Street Journal’.

Das digitale Selbstbildnis sei inzwischen Teil einer neuen Währung, mit der die Popularität von Künstlern gemessen werde – ähnlich wie die Frage, wie viele Anhänger ein Musiker auf sozialen Netzwerken wie Instagram habe. “In der Zukunft bekommen Künstler einen Plattenvertrag, weil sie Fans haben – nicht andersrum”, schrieb Swift.

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Die 24-jährige Sängerin diskutiert in ihrem Beitrag die Zukunft der Musikindustrie und teilt gegen Kollegen aus, die illegale Downloads und Filesharing gut heißen: “Meiner Meinung nach sollte Musik nicht umsonst sein und ich denke, dass einzelne Künstler in Zukunft zusammen mit ihren Plattenfirmen bestimmen sollten, was ein Album wert ist. Der Wert eines Albums basiert darauf, wie viel Herz und Seele ein Künstler in dieses Werk gesteckt hat und wie hoch der finanzielle Wert ist, den die Künstler und Labels damit erzielen.”

Für Piraterie und Filesharing hat Taylor Swift demnach überhaupt kein Verständnis: “Große Künstler geben ihre Musik mittlerweile oft für Werbedeals raus – kostenlos. Meine Hoffnung für die Zukunft der Musikindustrie und für jedes junge Mädchen, was ich da draußen sehe, ist, dass sie alle den Wert ihrer Arbeit erkennen und ihn einfordern.”

Zu ihrem eigenen Star-Status sagte Swift, dass das Interesse der Menschen an ihrem Privatleben wohl nie nachlassen werde: “Die Fixierung auf den Künstler und sein Privatleben wird wohl nie nachlassen. Stars aus den 70ern, 80ern und 90ern sagen heute zu mir: ‘Also so schlimm war es bei uns damals nicht’ und genau das werde ich vermutlich irgendwann zu jüngeren Musikern sagen, die nach uns kommen.” (dpa/KT)

Foto: WENN.com