Mittwoch, 09. Juli 2014, 16:40 Uhr

"Daily Mail" entschuldigt sich bei George Clooney

Die britische Boulevardzeitung ‚Daily Mail‘ hat sich bei Filmstar George Clooney für eine nach dessen Worten frei erfundene Geschichte über seine künftige Schwiegermutter entschuldigt.

Das Blatt hatte unter Berufung auf Quellen im Libanon und in Großbritannien berichtet, die Mutter seiner Verlobten Amal Alamuddin sei unzufrieden mit ihrem künftigen Schwiegersohn. Ihre Tochter, die in London erfolgreich als Menschenrechtsanwältin arbeitet, habe etwas Besseres verdient als einen reichen Schauspieler.

George Clooney hatte in einem Statement in der US-Zeitung ‚USA Today‘ geantwortet, die Geschichte sei frei erfunden. Etwa die Behauptung, seine Schwiegermutter gehöre im Libanon den Drusen an und wolle einen drusischen Schwiegersohn, sei unsinnig, weil die Familie seiner Verlobten keine Drusen seien. Die ‚Daily Mail‘ veröffentliche jede Woche mehrmals frei erfundene Geschichte, beklagte Clooney.

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In dem Statement heißt es u.a: „Ich möchte mich zu der Verantwortungslosigkeit der ‚Daily Mail‘ vom Montag äußern.“ Er antworte selten auf Berichte von Boulevardzeitungen, wohl aber „wenn es eine andere Person und ihre Sicherheit oder ihr Wohlbefinden betrifft. Sie behaupten, dass Amals Mutter halb Beirut gesagt habe, sie sei gegen die Hochzeit. Angeblich machen sie Scherze über die Traditionen der Drusen-Gemeinschaft, die mit dem Tod der Braut enden. Lasst mich das noch einmal sagen: Der Tod der Braut! Erstens ist nichts Wahres an der Geschichte. Amals Mutter gehört nicht zu den Drusen. Sie war nicht mehr in Beirut, seit Amal und ich ein Paar sind und sie ist in keiner Weise gegen die Hochzeit – aber darum geht es nicht“.

„Wir akzeptieren Herrn Clooneys Versicherung, dass die Geschichte nicht richtig ist“, sagte ein Sprecher der Zeitung daraufhin. „Wir entschuldigen uns bei ihm, bei Amal Alamuddin und ihrer Mutter Baria“, betonte er. Der Artikel sei von einer freien Journalistin angeliefert worden, die über gute Kontakte in den Libanon verfüge und der die Redaktion vertraut habe. Der Vorfall werde untersucht. Der Artikel sei von der Website der ‚Daily Mail‘ entfernt worden. (dpa/KT)

Fotos: Claudio Onorati/Justin Tallis