Montag, 14. Juli 2014, 11:32 Uhr

Jürgen Drews fieberte im Megapark für Deutschland

Jürgen Drews, der “König von Mallorca” nahm zur Weltmeisterschaft eine „Kornblumen-Weltmeister-Version“ seines letzten Riesen-Hits auf. Angelehnt an die Melodie seiner Hit-Single „Kornblumen“, funktionierte er vorausahnend den Titel in „Weltmeister Ohoho“ um – und er behielt recht!

Zum Finale ließ es sich der Spaß-König nicht nehmen dabeizusein und so flog er einen Tag früher als sonst auf die liebste Urlaubsinsel der Deutschen.

Für gewöhnlich landet Jürgen Drews montags, um dann im Kultbistro und in der Megarena aufzutreten. Doch am 13. Juli war es eben anders. Jürgen Drews nahm mit seiner Familie Platz inmitten des Trubels, in der „Privée Excellent Lounge” von Rebecca Kratz, quasi in seinem Wohnzimmer – dem Megapark, Platz. Königliche Sicht hatte er allemal: Vom ersten Stock des Megaparks aus blickte er auf zwei riesigen LED-Leinwänden. Doch Jürgen Drews wäre nicht Jürgen Drews, wäre er zum Finalspiel pünktlich gekommen. Die Nationalhymne mussten die Fußball-Fans nämlich ohne ihn singen.

Nachdem er Platz nahm, war er aber sicher und tippte, dass die deutsche Elf 3:1 nach 90 Minuten gewinnen wird. Womit er in Verkennung der Zähigkeit der argentinischen Abwehr wie viele gründlich falsch lag. Doch auch das Lächeln eines Königs kann verschwinden: Schlug er sich bei verpassten Chancen auch immer wieder selbst auf seine Beine, raufte er sich auch immer wieder die Haare, wurde seine Miene gegen Ende der regulären Spielzeit ziemlich ernst. Beim Siegestreffer schrie der König von Mallorca auf und Fans hatten das gewohnte Lächeln wieder. Circa eine Stunde nach dem Abpfiff feierte Jürgen Drews mit seiner Familie noch im Megapark. Mallorca-Fans freuen sich heute Nacht noch mal, gemeinsam mit dem König seinen „Weltmeister-Hit“ singen zu können.

“Als das Tor fiel, habe ich nur noch geschrien”, sagte Jürgen Drews gegenüber dpa.

Ist der Auto-Korso an der Partyhochburg eher unüblich, strömten tausende Menschen nach dem Spiel in die Schinkenstraße, sie belagerten Kreuzungen und sangen, grölten und hüpften. (CB)

Fotos: Oliver Thier