Mittwoch, 16. Juli 2014, 14:09 Uhr

Howard Donald über "Got To Dance", seine deutsche Tochter und Take That

Ob brasilianischer Samba, ghanaischer Azonto oder argentinischer Tango – bei ‘Got to Dance’ kann man nicht nur mit traditionellen, sondern auch modernen Tänzen wie Hip-Hop, Street Style oder Contemporary punkten. Am Donnerstag (17. Juli, 20.15 Uhr, Pro7) startet die zweite Staffel der erfolgreichen ProSieben- und SAT.1-Danceshow.

Take That-Star Howard Donald (46), Star-Choreografin Nikeata Thompson (33) und Entertainerin Palina Rojinski (29) suchen den besten Dance Act 2014! Donald sprach im Interview jetzt über ‘Got To Dance’, seine deutsche Tochter und das neue Album von Take That.

Was hat Sie dazu bewegt, auch dieses Jahr wieder Teil der Jury zu sein?
Meine Motivation war, dass ich es sehr genossen habe, Teil der ersten Staffel zu sein. Ich liebe das Team, die Produktion und die Jury. Außerdem nutze ich gerne die Möglichkeit Deutsch zu sprechen und vor allem mein Deutsch zu verbessern. (lacht) Das ist der Grund warum ich wieder dabei bin.

Die erste Staffel „Got to Dance“ war ein voller Erfolg. Was ist dieses Jahr das Besondere, das die neue Staffel noch erfolgreicher macht?
Ich glaube nachdem die Zuschauer die erste Staffel „Got to Dance“ gesehen haben, ist die Motivation gestiegen, Teil einer so großartigen Show zu werden. Eine echte Steigerung dieses Jahr ist das enorme Talent der Tänzer – das ist auf alle Fälle ein Gewinn für die Show.

Die Erwartungen sind groß nach der ersten Staffel. Auf was kann sich der Zuschauer in dieser Staffel freuen?
Das Publikum wird atemberaubende Tänzer sehen, eine unglaubliche Show und hoffentlich auch eine gute Jury. Es ist einfach das gesamte Paket, wie sich die Show zusammensetzt. Der Unterhaltungswert ist ziemlich hoch.

Mehr zum Thema: Was wurde eigentlich aus den Boygroups der 90er Jahre?

Gibt es irgendwelche Neuheiten in der Show?
Das Format ist auch dieses Jahr ähnlich wie letztes Jahr aufgebaut. Wir haben aber mehr Backstage gedreht und die Tänzer sind viel stärker – was die Qualität noch steigert.

Was können wir von Ihnen in Zukunft erwarten? Welche neuen Projekte stehen bei Ihnen an?
Es wird ein neues „Take That“ Album geben. Wir arbeiten seit Januar daran und hoffen, dass es Ende des Jahres erscheinen wird. Die Tour ist dann für nächstes Jahr geplant.

Ihre Tochter lebt in Deutschland und besucht in Münster eine Tanzschule. Was sagt sie dazu, dass ihr Vater in einer Tanzshow als Jury-Mitglied sitzt?
Ich denke sie findet es toll, dass ich Teil der Jury bin, auch wenn es ihr immer etwas peinlich ist, wenn ich sie zur Tanzschule bringe. (lacht) Es ist ihr etwas unangenehm, wenn ich sie begleite und ihre Freunde mich nach Autogrammen und Fotos fragen. Aber ich bin sehr stolz auf sie, dass sie Hip Hop tanzt.

Beurteilen Sie ihre Performance auch manchmal kritisch – ähnlich wie bei „Got to Dance“?
Nein, ich bin mit ihr natürlich nicht so kritisch. Sie ist ja auch erst neun Jahre alt. Ich habe sie bei ein paar Auftritten sehen können mit ihrer Tanzgruppe. Sie sind alle im selben Alter und alle machen Fehler – das gehört aber dazu. Das ist Teil des Lernprozesses – man muss Fehler machen um im Leben weiter zu kommen. Nur durch Fehler lernt man und wird besser. Aber sie ist eine ausgezeichnete kleine Tänzerin – das ist großartig.

Würden Sie sie bei „Got to Dance“ mitmachen lassen? Hätte sie Lust?
Um ehrlich zu sein, hat Lola noch nie danach gefragt, bei solch einer Show mitzumachen. Momentan wu?rde ich es ihr wohl noch nicht erlauben, sie ist noch so jung.

Die Presse nannte Sie letztes Jahr „eine hochkarätige Jury“. Was macht Sie als Trio mit Palina und Nikeata so hochkarätig?
Ja, ich fühle mich sehr geehrt, wenn die Presse sagt, dass wir eine hochkarätige Jury sind. Ich denke, wir arbeiten gut als Team zusammen, wir haben alle unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen. Manche von uns sind kritischer den Tänzern gegenu?ber und andere nicht. Wenn wir alle zu nett wären, dann wu?rden wir ja nur noch goldene Sterne verteilen, weil uns der Act Leid täte. Man soll ja keine goldenen Sterne verteilen, nur weil man dem Tänzer einen Gefallen tun möchte und ihn durchkriegen will. Man muss leider brutal ehrlich zu den Tänzern sein, sonst ist die Enttäuschung am Ende nur noch größer, wenn die Acts scheitern.

Wie ist Ihr Verhältnis zueinander, wenn die Kamera aus ist?
Ja, wir verstehen uns großartig. Wir besuchen uns oft gegenseitig in den Umkleiden, freuen uns gemeinsam auf die Show und hören laut Musik.

Haben Sie auch abseits der Dreharbeiten Kontakt?
Ja, wir versuchen Kontakt auch nach der Show zu halten. Also ich halte mehr Kontakt zu ihnen, als sie zu mir – die Beiden sind oft sehr beschäftigt, deswegen bekomme ich nicht immer Antworten auf meine Nachrichten. (lacht)
Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: Tanzen bedeutet fu?r mich … Howard Donald: … meine Karriere! Wenn ich nicht tanzen würde, wäre ich kein Teil von Take That.

Warum macht Tanzen glücklich?
Weil es ein Weg ist, sich selbst auszudrücken. Man kann seine Lieblingsmusik hören, auf die man am liebsten tanzt. Und meiner Meinung nach trägt Musik ebenfalls dazu bei, sich glücklich zu fühlen – vor allem in der Kombination mit Tanzen.

Fotos: SAT.1/ProSieben/Willi Weber