Mittwoch, 16. Juli 2014, 11:25 Uhr

Karoline Herfurth: "Kinder brauchen keine perfekte Kindheit"

Karoline Herfurth spielt in “Rico, Oskar und die Tieferschatten” im Kino eine junge Alleinerziehende, die ihre Aufgabe ziemlich locker nimmt.

Im Interview mit der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ‘Eltern’ spricht die 30-Jährige Darstellerin aus ‘Fack Ju Göhte’ , die im Sommer vor zwei Jahren ihren Babybauch nicht verbergen konnte, aber Privates ungern preisgibt, über Familienthemen und eigene Kindheitserfahrungen.

Über das Elternsein von Heute sagte sie: “Auf Müttern, auf Eltern generell, lastet heute ein großer Perfektionsdruck. Ein Leistungsanspruch. Dabei haben wir ja in Deutschland heute zum Großteil gute Voraussetzungen, um ein Kind gut großzuziehen. Ich glaube nicht an die perfekte Kindheit, wichtig ist nur, Kind sein zu dürfen und sich geliebt zu fühlen. Kinder brauchen das gar nicht, so wahnsinnig beschützt zu werden. Viel wichtiger ist, dass sie spüren: Die Großen haben Vertrauen in meine Fähigkeiten.”

Sie selbst sei in einer großen Patchworkfamilie mit sieben Geschwistern aufgewachsen. “Mein Vater hat nach dem Mauerfall in Ostberlin so ein altes Mietshaus saniert und selbst ausgebaut, das war sehr ähnlich wie das jetzt im Film. Unten im Haus haben sie einen Kinderladen gegründet, auf jedem Stockwerk gab es Spielkameraden, meine beste Freundin wohnte gegenüber. Da war so ein Gefühl: Wir gehören alle zusammen und passen aufeinander auf.”