Donnerstag, 17. Juli 2014, 19:08 Uhr

Christoph Kramer und der Filmriß des Jahres

Christoph Kramer sorgte für den Filmriß des Jahres.

Der 23-jährige Gladbacher Nationalspieler ersetzte im WM-Finale gegen Argentinien Sami Khedira und war in der 17. Minute schwer mit zwei argentinischen Spielern zusammengeprallt.

Nun teilte der italienische Schiedsrichter Nicola Rizzol mit, was sich danach ereignete, bevor Kramer vom Feld genommen wurde. Der Zeitung “Gazzetta dello Sport” sagte der Schiri: “Kurz nach der Attacke von Garay kam Kramer zu mir und fragte, ob dies das WM-Finale sei”. Der Schiedsrichter hielt das zunächst für einen Scherz: “Ich dachte, er macht einen Witz und sagte, er soll die Frage wiederholen. Da sagte er: ‘Ich muss wissen, ob das wirklich das Finale ist.‘ Ich sagte verblüfft ‘Ja‘, und er antwortete: ‘Danke, das war wichtig, das zu wissen.‘“

Mehr zum Thema: Manuel Neuer und Thomas Müller die beliebtesten WM-Spieler

So wurde Kramer, der eine leichte Gehirnerschütterung erlitten hatte, schließlich in der 31. Minute vom Platz genommen. Rizzoli dazu in der italienischen Sportzeitung: “Ich bin zu Schweinsteiger gegangen und wies ihn an, Kramer auswechseln zu lassen.”

In einem Interview mit ’11Freunde‘ nach dem Spiel hatte Kramer gesagt: “Von der halben Stunde, die ich auf dem Platz stand, habe ich kein einziges Bild mehr in Erinnerung. Ich wusste nicht mal, dass ich nach dem Zusammenprall noch weitergespielt habe.”

Heute trug sich Christoph Kramer in Solingen ins Goldene Buch seiner Heimatstadt ein und fährt jetzt erstmal in Urlaub.

Mehr zum Thema: Gibt es ein Leben nach der WM? Die schönsten Aussichten

Foto: WENN.com