Freitag, 18. Juli 2014, 12:51 Uhr

Body under Construction: Aussehen wie die Promis

Was haben die Hollywoodstars Hugh Jackman, Jennifer Lawrence (siehe Foto) und Emma Stone gemeinsam?

Sie alle sind vom Cardiotraining überzeugt – dabei geben ihnen die Ergebnisse, die sich in einem gut durchtrainierten Erscheinungsbild und einer idealen Fitness wiederspiegeln, zweifelsohne Recht. Doch was ist dieses Cardiotraining überhaupt und was zeichnet diese Trainingsform aus?

Weshalb Cardiotraining fit und schlank hält
Im Gegensatz zu früheren Generationen bewegen wir uns weniger und essen dazu auch ungesünder. Die Folgen sind immer mehr Diabetiker und Übergewichtige. Um die Fettverbrennung in Gang zu setzen, ist neben der Ernährung auch der richtige Sport essentiell.

In diesem Zusammenhang erfreut sich das Cardiotraining einer zunehmenden Beliebtheit. Der Ausdruck hört sich ziemlich komplex an, wobei dahinter nichts anderes als Ausdauersport steckt. Doch wie man dieses Training auch nennen mag: Es eignet sich hervorragend um schlank zu werden beziehungsweise zu bleiben. Im Grunde genommen kann Cardiotraining mit jeder Sportart betrieben werden, die auf Ausdauer und somit auf eine körperliche Belastung über einen längeren Zeitraum ausgelegt ist. In Frage kommen klassische Ausdauerdisziplinen wie Zirkeltraining, Schwimmen, Walken, Rudern und Joggen. Wer sich dabei nur langweilt und lieber im Fitness-Studio gemeinsam mit einer Gruppe schwitzt, kann Aerobic, Spinning oder ähnliches machen.

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Wozu das gut sein soll? Ganz einfach: Durch die Bewegungen nimmt die Intensität von Herzschlag, Atmung, und Puls zu, sodass die Fettverbrennung ordentlich angekurbelt wird. Unter vielen Experten gilt Cardiotraining nicht umsonst als der Fatburner schlechthin. Laut Daniel Kaptain, Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken, ist Cardiotraining aus folgendem Grund wichtig: “Oft wird beim Ausdauertraining fälschlicherweise ein “Fettstoffwechseltraining” als die effektivere Maßnahme zur Reduktion von Körperfett verstanden”. Bei einem solchen Training wird mit niedriger Intensität in langen Einheiten trainiert. “Betrachtet man jedoch den für die Körperfettreduktion relevanten absoluten Energieverbrauch, bringen höhere Belastungsstufen deutlich mehr Erfolg.”

Wird das Training jedoch mehr oder minder planlos betrieben, kann der gewünschte Effekt auch schnell mal ausbleiben. Denn wie bei vielem anderen, kommt es auch hier auf das richtige Maß an. Zwar sind schnellen Luftschnappen und starkes Schwitzen erwünscht.

Wer es allerdings übertreibt und seine Leistungsgrenze weit überschreitet, riskiert ein Zusammenbruch von Hormon- und Nervensystem. Zudem kann es Tage, Wochen oder gar Monate dauern, bis sich der Körper wieder vollständig regeneriert hat. Wer sich unsicher ist, kann sich von einem Arzt konsultieren lassen und am entsprechenden Gerät die angestrebte Frequenz des Pulsschlags überwachen.

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Cardiotraining bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Dazu gehören:
– Atmung wird durch eine Erweiterung der Lungenkapazität erweitert. Hierdurch verbessert sich auch die Ausdauer, sodass das jeweilige Hobby noch länger Spaß machen kann.
– Herzleistung verbessert sich. Als Muskel wird das Herz durch das Cardiotraining größer und stärker und lernt dabei, den Körper anhand weniger Schläge mit noch mehr Blut zu versorgen. Darüber hinaus wird das Herzerkrankungsrisiko deutlich herabgesetzt.
– Schlechtes Cholesterin (LDL) wird gesenkt
– Immunsystem wird gestärkt und der Alterungsprozess verlangsamt
– Erholung sowie Schlaf werden verbessert
– Konzentrationsfähigkeit soll sich durch erhöhte Sauerstoffversorgung erhöhen
– Seelisches Wohlbefinden wird nachweislich verbessert, wodurch der Sportler ausgeglichener und glücklicher wird.

Dabei ist es jedoch nicht einfach, den idealen Trainingsbereich zu ermitteln. Eine allgemeingültige Formel besagt, dass Frauen mit einer Herzfrequenz von 225 und Männer dagegen mit 220 abzüglich des Lebensalters trainieren sollten.

Cardiotraining verbrennt überflüssige Pfunde
Mit dem Cardiotraining hat das Fett einen schweren Stand. Denn durch diesen Sport wird der Stoffwechsel kräftig angekurbelt. Durch das Ausdauertraining lernt der Körper, Fette nicht einzulagern, sondern diese in Energie umzuwandeln. Der Stoffwechsel ist für die körperliche Fitness sehr wichtig, zumal er bestimmt, wie die Stoffe aus der Nahrung im Körper verarbeitet und umgesetzt werden.

Dabei geht es vor allem um den Energiestoffwechsel, welcher die Zellen mit Energie versorgt und überwiegend Fette und Kohlenhydrate verarbeitet. Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule in Köln sieht eine nicht zufriedenstellende Fettverbrennung bei untrainierten Menschen: “Das Fett wird Blut und Zellen quasi überschwemmen”, erklärt Froböse. “Bei einem trainierten Fettstoffwechsel wird das Fett sofort verarbeitet.” Wer regelmäßig Ausdauersport betreibt, besitzt in den Zellen mehr Mitochondrien und “Die arbeiten wie Minikraftwerke im Körper.” Zudem fördert Cardiotraining auch im Ruhezustand die konstante Fettverbrennung.

Auch Ernährung nicht unwichtig
Bei jedem, der sich das Abnehmen auf die Fahnen geschrieben hat, sollte das Motto lauten: Essen und Trimmen – beides muss stimmen. Denn der Stoffwechsel wird auch durch eine gesunde Ernährung angeregt. Gesättigte Fettsäuren sowie Einfachzucker sollten vom Speiseplan gestrichen werden. Stattdessen sollten vermehrt hochwertige Proteine konsumiert werden. Tabu ist etwa der übermäßige Verzehr von Weißmehlprodukten und Fastfood. Auf den Tisch kommen sollten dagegen Vollkornprodukte, Gemüse und Obst, denn diese enthalten wichtige Vitamine, Folsäure und Ballaststoffe. Fleisch sollte in Maßen gegessen werden, wobei die fette Wurst durch magere Stücke von Geflügel oder Rind ersetzt werden sollte. Zum Kochen und Braten eignen sich Pflanzenöle, da diese gesunde ungesättigte Fettsäuren enthalten. Fisch ist dagegen ein wichtiger Lieferant der gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren. Als gute Kalziumspender gelten dagegen Hülsenfrüchte, Nüsse und Milchprodukte. Eier, Margarine und Pilze versorgen den Organismus dagegen mit zusätzlichem Vitamin D. Wer viel Cardiotraining betreibt sollte schließlich auch sehr viel trinken: Auf diese Weise wird der Körper über das Blut mit wichtigen Elektrolyten versorgt. (KTAD)

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