Sonntag, 20. Juli 2014, 14:38 Uhr

Udo Lindenberg verleiht "Panikpreis" an Newcomer Ibrahim Lässing

Altrocker Udo Lindenberg (68) hat heute beim Hermann-Hesse-Festival in Calw den “Panikpreis” an den fränkischen “schnauzbärtigen Blödgrinser” Ibrahim Lässing (23) verliehen.

Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 2008 alle zwei Jahre von der Stiftung des Sängers ausgegeben.

Für den Sänger mit seiner Band aus Regensburg war dies der erste Liveauftritt überhaupt. Die fränkische Rockformation ließ fünf Mitbewerber hinter sich und durfte noch am Abend mit Lindenberg auf dem Calwer Marktplatz musizieren.

Ihre Debütsingle ‘Der erste heiße Tag im Jahr’ veröfentlichte die Band im Juni.

Auf der Bandseite heißt es zum eigenen musikalischen Anspruch von Ibrahim Lässing: “Ich wollte deutsche Songs, die eine ansatzweise optimistische Stimmung verbreiten, da mich das runterzieht, wenn alle immer so rumheulen. Das muss ja nicht heißen, dass das plump oder dumm sein muss. Es darf auch gerne sentimental sein, aber auf ewige Selbstfindungsscheiße hab ich keinen Bock. Vollgas, aber mit einem Auge für Details und kleine Schrulligkeiten. Ich denke oft ‘Was würde Johann Sebastian Bach von diesem Lied halten?’, verwerfe diesen Gedanken aber schnell wieder.” (…)

Der Panikpreis-Wettbewerb will Musikern, die nicht im Mainstream schwimmen, ein Forum und die Chance auf professionelle Unterstützung bieten. Orientieren sollen sich die Bewerber an Udo Lindenberg und Hermann Hesse, “die beide stets ihren eigenen Weg gegangen sind, jenseits aller Konventionen”, so die Lindenberg-Stiftung. Alle Stilrichtungen waren erlaubt.

Der Dichter und Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse (1877-1962) wurde in dem Schwarzwaldstädtchen Calw geboren. Der ‘Steppenwolf’-Autor zählt noch immer weltweit zu den meistgelesenen deutschsprachigen Autoren.

Foto: Ralf Recklies