Mittwoch, 23. Juli 2014, 12:20 Uhr

"Generation Luxus": Verwöhnte deutsche Youngster treffen auf echte Arbeit

In dem TV-Experiment “Generation Luxus” prallen Welten aufeinander.

Sie sitzen den ganzen Tag nur vor dem PC, geben 400 Euro im Monat fürs Partymachen aus und legen ihren Kühlschrank still, um ihre zahllosen Klamotten unterzubringen.

Sieben junge, verwöhnte, deutsche Teenager reisen an die Produktionsorte ihrer Luxusartikel, leben und arbeiten vier Wochen lang dort, wo z.B. ihre geliebten T-Shirts und Handtaschen hergestellt werden. Sie werden mit der Lebenswirklichkeit in den Ländern konfrontiert. In Indonesien geht es zur Textilindustrie und dem Fischfang, in Äthiopien wird die Generation Luxus hautnah erleben, wie arbeitsintensiv beispielsweise die Herstellung von Leder und Kaffee ist.

Dabei geht es aber nicht darum, Fabriken und Fischkutter zu besichtigen und die Bedingungen dort wie in einem Museum zu bestaunen. Stattdessen arbeiten die jungen Erwachsenen einen Tag lang in den Fabriken und auf den Plantagen mit. Ohne Sonderbehandlung, für denselben Lohn, den ihre Kollegen erhalten. Und abends geht es nicht ins Hotel, sondern mit den Kollegen nach Hause.

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Wie werden die verwöhnten Deutschen, von denen einige noch nie in ihrem Leben schwer körperlich gearbeitet haben, mit den harten Arbeitsbedingungen zurechtkommen? Werden die extremen äußeren Umstände die Einzelkämpfer zu einer Gruppe zusammenschweißen?

Wächst die “Generation Luxus” über sich hinaus und erweitert ihren Horizont oder lässt das Erlebte sie völlig unbeeindruckt? RTL zeigt die Sendung am Mittwochabend auf dem Sendeplatz von ‘Stern TV’ ab 22.15 Uhr.

Mit dabei sind Maida (24) aus Offenbach, Kevin (22) aus Mülheim a. d. Ruhr, Patchara (25) aus Hannover, Kaan (23) aus Berlin, Liz (21) aus Wien und André (24) aus Berlin. Und einer von ihnen ist Video-Blogger Felix (20) aus Erfstadt.

Gegenüber klatsch-tratsch.de verriet er: “Man ist völlig abseits von Touristenplätzen und lebt dort einfach. Drücken gibt’s nicht. Hat man etwas nicht gemacht, gab’s von den Einheimischen einfach kein Geld und somit auch kein Essen und nichts zu trinken. Die Kameras hat man ganz schnell vergessen und man ist direkt in deren Leben eingebunden, fühlt mit den Menschen, lacht mit ihnen, arbeitet mit ihnen, verzweifelt auch manchmal… Und wenn man dann im Urwald ist und plötzlich 20 Kinder mit Maschinengewehren an dir vorbei laufen, dann merkst du, dass das Leben in anderen Ländern alles andere als lustig sein kann.”

Felix wurde für das Experiment als “Technik-Typ” ausgewählt, da er seit Jahren im Internet Comedy-Videos (Kanal “Face2Fail”) veröffentlicht und “viel mit meinen Kameras mache, gerne mal zocke”. Als Freak selbst würde er sich jetzt zwar nicht bezeichnen, “aber ich denke ich werde in der Sendung so dargestellt. Der Dreh war Anfang letzten Jahres, da hatte ich noch lange Haare – was natürlich das typische Freak-Bild etwas unterstützt.”

Fotos: RTL, Privat