Donnerstag, 24. Juli 2014, 20:21 Uhr

Du lieber Gott, so hat sich Conchita Wurst noch nie gesehen!

Dragqueen Conchita Wurst hat mit ihrem Dreitagebart und dem Spruch “We Are Unstoppable” definitiv ESC-Geschichte geschrieben. Gerade drehte die österreichische Sängerin  für ARTE in Wien eine Reportage für die beliebte Sendereihe “Durch die Nacht mit…”, die wahrscheinlich im Oktober gesendet werden soll.

Und nun tauchte die Sängerin, der auch schon mit einem erotischen Fresko im Stile alter Meister oder als Comicfigur gehuldigt wurde, in einem Schaufenster der Keramikwerkstatt von Nana Dahler in Berlin-Schöneberg auf – als fast 1,50m große, aus Holz geschnitzte zeitlose antike Kirchenskulptur!

Geschaffen wurde die sakrale Figur mit goldener Krone auf einer silbernen Sichel von dem österreichischen Bildhauer Gerhard Goder. “Die Inspiration bekam ich durch Conchita, als ich sie das erste Mal gesehen hatte”, verriet Goder jetzt gegenüber klatsch-tratsch.de.

“Ich habe sie gesehen und dachte, das muss man echt mal künstlerisch darstellen. So etwas hat es doch noch nie gegeben und deswegen wollte ich es unbedingt umsetzen. Ich habe schon immer gewusst, dass es Zusammenhänge zwischen Mann und Frau gibt. Es gibt ja viele Travestiekünstler, aber so schön wie die Conchita – das gab es vorher noch nicht. Auch dass sie es sich z.B. echt traut, den Bart stehen zu lassen!”

Drei Wochen habe Goder für die Figur gebraucht, verriet er. Aber verkaufen will er sie nicht: “Ich freu mich jetzt erst mal, dass sie hier steht. Auch wenn die Nachfrage mal steigen sollte, ich werde keine Massenproduktion daraus machen, es wird bei dieser einen Conchita-Figur bleiben!”

Die Resonanz von Besuchern der Werkstatt und Passanten an der Berliner Grunewaldstrasse 9 in Berlin-Schöneberg findet der Bildhauer durchweg positiv: “Die ersten Reaktionen sind toll, es gab nur Lob. Vor allem gute Kritiken gibt es für das Handwerkliche. Ein Tischlermeister hat sich das angeschaut und meinte, es sei eine sehr schöne Arbeit.”

Leider hat Gerhard Goder Conchita noch nicht treffen können. “Aber mal schauen. Mal schauen wie sie jetzt darauf reagiert. Ich hoffe doch gut, denn ich habe mir richtig Mühe gegeben.”

Fotos: SIPA/WENN.com, Patrick Hoffmann/WENN.com