Mittwoch, 30. Juli 2014, 17:22 Uhr

"Die geliebten Schwestern": Ist das der aufregendste Dreier des Jahres?

Eine Ménage-à-trois ist ein äußerst schwieriges Unterfangen. Dafür braucht es Mut und Leidenschaft – im echten Leben und auf der Leinwand.

Im neuen Film ‘Die geliebten Schwstern’ (Kinostart am 31. Juli) setzt Dominik Graf die drei Schauspieler Hannah Herzsprung, Henriette Confurius und Florian Stetter, die das Geschwisterpaar sowie den Ausnahmeliteraten Friedrich Schiller spielen, gekonnt in Szene. Dabei wird Schillers außergewöhnliche Liebe zu den beiden Schwestern in einer wunderbaren Art und Weise vorgestellt. Doch wer sind die Gesichter hinter dieser Dreiecksgeschichte?

Wir möchten sie an dieser Stelle einmal näher vorstellen.

Hannah Herzsprung – Caroline von Beulwitz
Hannah Herzsprung hatte großen Respekt vor ihrer Rolle als Caroline von Beulwitz. Doch die mutige Liebe zu dritt, die lyrische Sprache sowie die einfühlsame Art von Regisseur Dominik Graf konnten sie letztlich vollends begeistern. Ihrer filmischen Karriere nach zu urteilen ist sie auch genau die Richtige, um eine solch schwierige Rolle voller Empathie zu übernehmen: Mit dem vielfach preisgekröntem Drama „Vier Minuten“ gab die schöne Tochter von Schauspieler Bernd Herzsprung im Jahre 2006 ihr Leinwanddebüt. Mit ihrer intensiven Darstellung der Gefängnisinsassin und virtuosen Pianistin überzeugte die Schauspielerin Kritiker und Zuschauer zugleich.

Für ihre Rolle in der explosiven Tragikomödie „Das wahre Leben“ erhielt das Schauspieltalent Hannah Herzsprung sowohl den Grimme-Preis als auch den deutschen Fernsehpreis und ist seitdem nicht mehr aus der wichtigsten Riege deutscher Schauspieler wegzudenken. Zuletzt war die nach eigenen Angaben eher schüchterne Schauspielerin in Vivian Naefes Familiendrama „Der Geschmack von Apfelkernen“ auf der großen Leinwand zu sehen. Jetzt übernimmt sie mit ihrem Charme und ihrer einfühlsamen Art die Rolle der Caroline von Beulwitz, die den großen Literaten Friedrich Schiller in seinem Schaffen maßgeblich beeinflusste.

Florian Stetter – Friedrich Schiller
Florian Stetter übernahm im Fernsehfilm „Freunde der Freunde“ schon einmal eine Rolle für den Regisseur Dominik Graf – und erhielt für seine schauspielerische Leistung sogleich den Grimme-Preis als Bester Schauspieler. Auch damals mimte er schon einen Charakter, dessen Auffassung von Liebe von verhältnismäßig unkonventioneller Natur war. In „Die geliebten Schwestern“ ist der Film- und Theaterschauspieler nun als Friedrich Schiller auf der großen Leinwand zu sehen – und ist begeistert vom unerschütterlichen Dreierbund der Protagonisten im Film. Gerade diese Begeisterung für die Geschichte und seine Rolle macht den Schauspieler, der neben klassischen Theaterstücken auch in vielen namhaften und teils preisgekrönten Film- und Fernsehproduktionen („L“Amour“, „Sophie Scholl – die letzten Tage“, „Napola – Elite für den Führer“) mitwirkte, zur perfekten Besetzung in Grafs Historiendrama.

Auch das Miteinander mit seiner Kollegin Hannah Herzsprung ist ihm keineswegs fremd, denn im Drama „Der Geschmack von Apfelkernen“ standen die beiden schon einmal gemeinsam vor der Kamera.

Henriette Confurius – Charlotte von Lengefeld
Die schöne und talentierte Schauspielerin Henriette Confurius, die die jüngere Schwester Charlotte von Lengenfeld mimt, gab bereits im zarten Alter von zehn Jahren in Ulrich Königs TV-Komödie „Die Meute der Erben“ ihr Filmdebüt. Ihr überzeugender Auftritt führte zu weiteren Rollen und machte ihr einen Namen in der deutschen Filmwelt. Für ihre darstellerischen Leistungen in diversen Fernsehfilmen erhielt sie bereits zweimal den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises. Darüber hinaus kennt man sie aus ihren zahlreichen Auftritten in „Tatort“ -Filmen. Im Jahre 2007 spielte sie unter anderem neben Schauspiel-Legende Götz George im Fernsehfilm „Der Novembermann“. Außerdem erhielt die junge Schauspielerin mit einer Schwäche für Kostüm- und Historienfilme, in ihrer jungen Karriere bereits den Grimme-Preis.

Diesen drei Schauspielern kann man diese komplizierte Charakterdarstellung zutrauen. Allesamt haben in ausgezeichneten Filmen überzeugt und Dominik Graf beweist mit seiner Wahl sein gutes Händchen. Denn genau für solche Inszenierungen mit schwierigen menschliche Konstellationen und einer Geschichte aus dem Leben eines der bekanntesten deutschen Dichter und Denker braucht es mutige und leidenschaftliche Schauspieler, um den Erwartungen gerecht zu werden.

Hannah Herzsprung, Henriette Confurius und Florian Stetter harmonieren sehr und machen den Film zu einem äußerst charmanten und berührenden Erlebnis.

Fotos: Senator