Freitag, 01. August 2014, 18:14 Uhr

Javier Bardem streitet antisemitische Vorwürfe ab

Der spanische Hollywood-Export Javier Bardem hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, er sei ein Antisemit.

Der Schauspieler wurde stark kritisiert, nachdem er, seine Frau Penelope Cruz, Regisseur Pedro Almodovar und einige andere bekannte Namen der spanischen Filmindustrie einen offenen Brief unterschrieben hatten, der die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen als “Genozid” bezeichnet. Der 45-Jährige selbst aber verteidigt sich in einem Statement: “Meine Unterschrift war einzig und allein als Bitte um Frieden gemeint.”

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Gegen die Vorwürfe, er sei antisemitisch, sagt Bardem: “Obwohl ich das militärische Vorgehen der Israelis kritisiere, habe ich großen Respekt vor den Menschen dieses Landes und fühle mit ihnen für ihren Verlust. Jetzt werden meine Frau und ich von einigen Leuten als antisemitisch abgestempelt, was dem kompletten Gegenteil unserer Natur entspricht. Wir hassen Antisemitismus genauso wie wir die schrecklichen und schmerzhaften Folgen des Krieges hassen.”

Der ‘Skyfall’-Darsteller sei dazu erzogen worden, gegen jegliche Form von Gewalt zu sein – egal, ob sie sich gegen Religionen oder Ethnien richtet. Palästinensische und israelische Mütter würden dasselbe Leid teilen. “Die Politik sollte solch riesigen Schmerz auf beiden Seiten nicht rechtfertigen”, findet Bardem und hofft, dass die Oberhäupter beider Staaten auf UN-Sekretär Ban Ki-moon hören, der sagte: “Im Namen der Menschlichkeit, die Gewalt muss enden.” (Bang)