Freitag, 01. August 2014, 15:57 Uhr

"Resaid": Queensberry-Leo überzeugt mit Akustik-Projekt

Wenn es stimmt, dass Nachahmung die aufrichtigste Form der Schmeichelei ist, dann besteht ‘Resaid’ aus purer Bewunderung.

Leonore “Leo” Bartsch (25), die von 2008 bis 2012 bei ‘Queensberry’ sang, hat damit ein interessantes Projekt auf die Beine gestellt. Die Idee, sich den größten Dance-Hits der 1990er und 2000er musikalisch neu zu nähern und ihre Qualität durch das Übersetzen in ein akustisches Gewand auf ganz andere Art zu beweisen, ist nicht nur spannend, sondern auch eine Hommage. Und wenn sie dann noch von zwei jungen Frauen Anfang Zwanzig getragen wird, dann klingen die Chart-Classics von damals modern, facettenreich – und erzählen eine ganz neue Geschichte.

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Als einige der Hits wie „All That She Wants“ (im Original von Ace of Base), „Freed From Desire“ (Gala), „Rhythm Is a Dancer“ (Snap!) und „What Is Love“ (Haddaway) geschrieben und veröffentlicht wurden, waren Tamy und Leo gerade erst geboren. Für die beiden Sängerinnen sind diese Tracks Klassiker, an die sie unbelastet herangehen und die sie ganz neu interpretieren konnten – eine essentielle Voraussetzung dafür, dass die Songs auf „Acoustic Adventures“ oft kaum wiederzuerkennen sind.

Auch „Toca’s Miracle“, die erste Single aus dem erstaunlichen Konzeptalbum, glänzt mit Details, die auf den Dancefloors rund um das Jahr 2000 eventuell weniger deutlich wahrgenommen wurden: hervorragendes Songwriting und extrem raffinierte Melodieführungen. Bei dem Duo geht es deshalb weniger um den Sound, als darum, das eigentliche Geheimnis der Erfolgstracks freizulegen und ins Rampenlicht zu stellen – denn richtig gute Kompositionen funktionieren unabhängig von Genre und Zeitgeist.

Aus Liebe zur Musik macht Resaid jetzt die Songs zum Star.

Fotos: Janina Lazlo