Dienstag, 05. August 2014, 14:05 Uhr

Das Vokabular des Boulevard in der Welt der Promis

Das Leben von Prominenten beschäftigt ganze Mediensparten.

Noch die kleinsten Einzelheiten von Stars wie Rihanna oder Helene Fischer finden Beachtung. Natürlich liegen Dichtung und Wahrheit hier eng beieinander und viele Leser wissen das durchaus. Aber auf den Realitätsgehalt kommt es in der sogenannten „Yellow Press“ meist nur bedingt an. Stattdessen geht es vor allem um eine spannende Lektüre, die den Lesern das Gefühl gibt, einen kleinen Einblick in das Privatleben der Stars zu erhalten. Dabei verwenden die entsprechenden Texte ein ganz spezielles Vokabular. Bestimmte Worte tauchen nämlich besonders häufig auf.

Von Stars und Sternchen – das Vokabular der Yellow Press
In den Spalten der Yellow Press geht es gar nicht nur um „echte Stars“, also bekannte Schauspieler, Sänger und Models, sondern auch um diejenigen, die vielleicht erst auf dem Weg zu größerer Berühmtheit sind oder in erster Linie durch ihre Anwesenheit auf entsprechenden Veranstaltungen bekannt geworden sind. Deshalb ist neben „Promis“ gerne die Rede von „Stars und Sternchen“ sowie von den notorischen Partygirls. Dass alle diese Personen kein normales Leben führen, sondern eines voller „Glanz“ und „Glamour“ ist wichtig, damit die Berichte in Klatschspalten und Promizeitschriften interessant für ihre Leser bleiben. Deshalb wird auch mit Adjektiven wie „sexy“, „cool“ und „glamourös“ nicht gespart.

Alles aktuell und ganz privat – weitere häufige Begriffe in Klatschspalten
Artikel über Promis sind natürlich dann besonders attraktiv für interessierte Leser, wenn diese das Gefühl erhalten, dass Sie das Geschriebene nicht an jeder beliebigen anderen Stelle nachlesen können.

• „Aktuelle Informationen“, „Das Neueste“ oder „brandneu“ sind Vokabeln, die betonen, dass die betreffenden Informationen noch ganz frisch sind.
• „Brisant“ suggeriert dagegen, dass eine besonders heikle „Enthüllung“ ansteht.
• Wenn von „Geheimnissen“ die Rede ist, soll Ihnen das das Gefühl geben, zu einem kleinen Kreis von Eingeweihten zu gehören.
• Auch mit dem Wort „Beichte“ wird eine vermeintliche Intimität von Leser und Promis betont. Zugleich ist der Inhalt einer Beichte im Regelfall alles andere als alltäglich.
• Ja und wenn von einem “Insider” die Rede ist, der da zitiert wird, kann man sicher sein, dass die Schreiber keine Chance hatte, auch nur ein Wort mit dem Promi zu wechseln. Die aufgeführten Zitate stammen zumeist von den Journalisten selber, um ihrem Artikel Authenzität zu verleihen, oder eben von Dritten, die keinerlei privaten Bezug zu dem jewieligen Prominenten haben.

Ein Thema, das in Nachrichten über Promis eine herausragende Stellung spielt, ist die Liebe. Entsprechend gibt es viel „heiße Flirts“, „Eifersucht“ und „neue Lieben“. Wir kennen das von Geschichten über Jenny Elvers oder immer wieder Cameron Diaz oder Demi Moore. Auf der anderen Seite wird die Schadenfreude von Lesern bedient, wenn von den „Fettnäpfchen“ oder „Modesünden“ der Stars die Rede ist. Überhaupt sind die „Sünden“ und „Fehler“ von Prominenten mindestens so wichtig wie ihre neuen Liebschaften. Oft sind erstere sogar noch spannender für Leser. Auf Zistranslations.com lassen sich weitere Informationen finden. (KTAD)

Foto: WENN.com