Mittwoch, 13. August 2014, 12:02 Uhr

Promi Big Brother: Michael Wendler erklärt uns hier seinen Einzug

Reichlich Häme begleiteten Schlagersänger Michael Wendler seit seinem freiwilligen Auszug aus dem Pritschenlager im RTL-Dschungelcamp. Seitdem will sich der 42-jährige immer mal wieder neu beweisen. Seine neuste Herausforderung: Ein Gastspiel im  mehrstöckigen Container von Promi Big Brother.

Im Gspräch mit SAT.1 lässt uns der Wendler an seinen Gedanken und Gefühlen vorm Einzug in das Big-Brother-Haus bei Köln teilhaben.

Was erwartest Du Dir von Deinem Einzug ins „Promi Big Brother“-Haus?
In erster Linie erwarte ich sehr viel Spaß, nette Menschen, tolle Gespräche und schöne 14 Tage. Ob sie nachher dann so gut werden, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich gehe aber erst mal von einem sehr positiven, vierzehntägigen Wahnsinns-Trip aus.

Was muss das Haus haben, damit Du Dich wohlfühlst?
Cool wäre natürlich, wenn man persönliche Gegenstände, die man im Alltag auch hat, mit nehmen dürfte. Das sind jetzt nicht irgendwelche Kuscheltiere oder Bilder meiner Familie. Das brauche ich nicht, die habe ich im Kopf gespeichert. Aber private, persönliche Kleidungsstücke oder Accessoires, die man zum Beispiel auch für die tägliche Hygiene braucht, das wäre mir schon sehr wichtig.

Mehr zum Thema “Promi Big Brother – Das Experiment”: Ziehen die hier ein?

24-Stunden-Kameraüberwachung: Macht Dir das zu schaffen oder nutzt Du es als Chance Dein „wahres Ich“ zu zeigen?
Ich habe eine 24-Stunden-Überwachung in der Form ja auch noch nie erlebt, außer im Dschungelcamp. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass man relativ schnell die Kameras vergisst. Spätestens nach dem zweiten Tag hat man die komplett ausgeblendet. Im Großen und Ganzen zählt dann nur der kleine Kosmos, in dem man sich gerade befindet – die Mitbewohner, die Gespräche oder die Streitigkeiten. Komischerweise konzentriert man sich am meisten darauf. Warum das so ist, weiß ich auch nicht.

Was können die Zuschauer erwarten? Vielleicht Seite an Dir, die Du noch nicht zeigen konntest?
Ja, es gab ja schon ganze viele Fans, die enttäuscht waren, weil ich nach fünf Tagen aus dem Dschungel raus bin. Viele haben sich auf 14 Tage Sofa-Popping mit demWendler gefreut. Die waren wirklich total betrübt und ich hoffe, dass ich vielleicht diesmal mit meinen Mitbewohnern mehr Glück habe und länger als nur fünf Tage durchhalte. Ich glaube, dass es den Leuten draußen ganz wichtig ist zu sehen, dass ich auch mal was durchziehe. Ob mir das tatsächlich gelingt, weiß ich nicht. Viele vergessen eben oft, dass man auch nur ein Mensch ist.“

Gibt es eine Situation in der Du auf keinen Fall gefilmt werden möchtest?
Der Toilettengang und das Rasieren sind für mich sehr intim. Ich habe mittlerweile auch keine Brusthaare mehr. Die sind abrasiert. Das fände ich dann auch ein bisschen unschön, wenn man mich dabei filmt, wenn ich mir die Brusthaare rasiere. Ich finde da nichts Erotisches dran. Ansonsten ist aber alles erlaubt.

Handy und Internet – Fehlanzeige! Wie lange hältst Du es sonst ohne aus?
Den medialen Kontakt durch Handy und Internet habe ich mittlerweile echt lieb gewonnen. Wenn ich das dann nicht mehr habe, werde ich das schon arg krass vermissen. Ich versuche mich dann auf andere Dinge zu konzentrieren. Das Schlimmste ist dann die Langeweile. Wenn die aufkommt, ist es echt gruselig. Ich habe im Dschungel ständig nur in die Luft geguckt, mir nachts die Sterne angeschaut und tagsüber den Sonnenverlauf. (…) Vielleicht werden wir ja auch so durch Big Brother so beschäftigt, dass diese Lethargie wie im Dschungel gar nicht erst aufkommt. Da wurden wir über ganz weite Strecken allein gelassen und das nagte schon an der Psyche. Der Mensch will einfach beschäftigt sein.

Zwei Wochen mit elf prominenten Kollegen. Steht da bei Dir eher freundschaftliches WG-Feeling oder Lagerkoller an?
Ich finde das Format sehr, sehr spannend. Es ist kein Ekel-TV. Hier geht es um Psychologie, die Gespräche miteinander und das Kommunikative. Das steht im
Vordergrund. Das finde ich super und darauf werde ich mich konzentrieren. Ich hoffe auf Kandidaten, die mir geistig das Wasser reichen können. Ich weiß, jetzt sagen alle, ‚dann brauchen wir ja gar keine intelligenten Leute im Promi Big Brother- Haus‘. Aber es ist wirklich so. Ich bin gar nicht so doof, wie viele Leute denken. Ich empfinde es als Folter, wenn ich mit doofen Menschen in einen Raum eingesperrt werde. Ich hoffe, dass das nicht passiert.

Wen möchtest Du auf keinen Fall an Deiner Seite im Haus sehen?
Es gibt natürlich immer Leute, die man überhaupt nicht mag, die nur dumm sind und für negative Schwingungen sorgen. So jemanden wünsche ich mir natürlich nicht im Haus. Aber grundsätzlich bin ich jemand, der wie viele andere auch, unter Vorurteilen leidet. Deshalb ist es mir ganz wichtig, dass wenn man ins Promi Big Brother-Haus geht, sich erst mal von allem befreit, man ganz neutral jemanden neu kennenlernt und jedem eine Chance gibt. Ich hoffe, dies sehen die Anderen genauso wie ich.“

Im Haus ist bei Matches Teamwork gefragt. Bist du ein Alphatier oder Mitläufer?
Ich bin ich schon jemand, der gerne die Führung übernimmt. Wenn ich aber sehe, da ist jemand, der es besser kann als ich, dann trete ich gerne einen Schritt zuru?ck. Generell bin ich jemand, der mit all seiner Lebenserfahrung – ich bin mittlerweile 42 Jahre – sich nicht mehr alles sagen lässt. Ich bin kein kleines Kind, keine 20 mehr. Wenn sich ein bisschen Respekt nicht automatisch einstellt, muss man sich den verschaffen. Das werde ich am Anfang auch direkt klären – und dann ist aber auch gut.“

Was würdest Du mit den 100.000 Euro Gewinn machen?
Ich habe eine Herzensaufgabe: Ich unterstu?tze die Tafel in Dinslaken und würde dahin sehr gerne viel spenden. Ich habe aber auch meinen Fans versprochen, wenn sie mich unterstützen und ich tatsächlich der Letzte bin, der dieses Haus verlässt, dann werden wir im März eine richtig geile Reise unternehmen. Es soll eine Fan- Fahrt nach Venedig werden, auf der wir es richtig krachen lassen. Bei so vielen Fans sind 100.000 Euro ja auch gut angelegt. Nach ein paar Runden Bier wird das Geld dann auch schnell weg sein.“

Das ist aber nicht der treibende Grund, warum Du bei „Promi Big Brother“ mitmachst?
Letzten Endes bist du als Künstler immer auf Geld angewiesen. Keiner arbeitet umsonst – kein Handwerker, kein Normalo. Wir Künstler sichern unsere Existenz durch bezahlte Gigs und Fernsehauftritte. Man macht das ja nicht nur, weil man Lust und Laune dazu hat. Geld spielt einfach eine Rolle. Das ist jetzt nicht so gut bezahlt, dass ich gesagt habe ‚Hurra, ich muss da jetzt unbedingt teilnehmen‘. Ich finde das Projekt einfach auch so spannend und so habe ich mich dazu bereit erklärt.

Fotos: SAT.1/Jens Koch