Donnerstag, 14. August 2014, 21:13 Uhr

Jessica Chastain und James McAvoy in "Das Verschwinden der Eleanor Rigby"

Jede Liebe schreibt ihre eigene Geschichte. So auch die von Eleanor (Jessica Chastain) und Connor (James McAvoy). Eine Liebe, dazu geschaffen, kleine und große Katastrophen des Alltags zu überdauern. Bis zu dem Tag, als ihre Beziehung unerwartet auf eine harte Probe gestellt wird.

Einstmals ein Traumpaar, reagieren beide vollkommen unterschiedlich auf das drohende Auseinanderbrechen ihres Glücks: Eleanor zieht sich immer mehr zurück, bis sie schließlich ganz verschwindet. Zurück bleibt ein verzweifelter Connor, der die Scherben ihrer Ehe aufzusammeln versucht. Von ihren Freunden und Familien dazu gedrängt und getrieben von der eigenen Rat- und Rastlosigkeit folgen beide neuen Lebensentwürfen, um schlussendlich zu erkennen, dass das Schicksal für ihre Liebesgeschichte ein ganz anderes Ende bereithält.

“Das Verschwinden der Eleanor Rigby” zeichnet ein berührendes, nahezu poetisches Stillleben einer Liebe, das so roh, echt und gefühlvoll selten zuvor gezeigt wurde.

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Auf ebenso einzigartige wie ambitionierte Weise fängt Regisseur und Autor Ned Benson in dem Film das umfassende Bild einer Beziehung ein. Zugleich gelingt ihm ein wunderschönes, wahrhaftiges und universell verständliches Porträt der Liebe. Aus zwei unterschiedlichen, aber eng miteinander verwobenen Perspektiven erzählt, gewährt der Film einen Einblick in die Subjektivität, aber auch Beharrlichkeit der Liebe, indem er beide Seiten der Geschichte dieses um sein Glück ringenden Paares zeigt.

Bensons berührend-einfühlsames Regiedebüt begeistert nicht zuletzt durch die herausragenden schauspielerischen Leistungen seiner beiden Hauptdarsteller, der zweifach Oscar-nominierten und Golden Globe-Gewinnerin Jessica Chastain und BAFTA-Gewinner James McAvoy. Unterstützt werden die beiden von einem hochkarätigen Ensemble, zu dem unter anderem Oscar®-Gewinner William Hurt (“Kuss der Spinnenfrau”), die zweifach Oscar-nominierte Viola Davis (“The Help”), Isabelle Huppert (“Die Klavierspielerin”), Ciarán Hinds (“Game of Thrones”) und Bill Hader (“Her”) gehören.

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Nachdem der Film zunächst im Herbst 2013 beim Toronto Filmfestival in den beiden einzelnen, aber zusammengehörenden Filmen “Her” und “Him” Premiere feierte und für viel Gesprächsstoff sorgte, erlebte die vom Regisseur neu geschnittene Fassung ihre Uraufführung kürzlich bei den Filmfestspielen von Cannes. In der wichtigsten Nebenreihe Un Certain Regard wurde diese verdichtete und raffiniert erzählte Version mit Standing Ovations und begeisterten Kritiken bedacht.

Seinen US-Kinostart durch die Weinstein Company wird “Das Verschwinden der Eleanor Rigby” pünktlich zu Beginn der Oscar-Saison am 12. September haben, für die sich Bensons Film nicht zuletzt mit seinen erstklassigen Darstellern und dem cleveren Drehbuch empfiehlt. Deutscher Kinostart ist am 27. November.

Foto: Prokino