Samstag, 16. August 2014, 14:55 Uhr

Journalist und Autor Peter Scholl-Latour ist tot

Der Journalist und Autor Peter Scholl-Latour ist heute im Alter von 90 Jahren in Rhöndorf am Rhein gestorben, wie die Ullstein-Buchverlage in Berlin mitteilten.

Scholl-Latour war mit Reportagen über ferne Länder bekanntgeworden und schrieb Bestseller wie “Der Tod im Reisfeld”. Viele seiner mehr als 30 Bücher erzählen von Krisen, Konflikten und Kriegen. Damit landete er fast immer Bestseller. Scholl-Latour prägte das Bild der Deutschen von der arabischen Welt, von Asien und Afrika nachhaltig. Auch fürs Fernsehen berichtete der gebürtige Nordrhein-Westfale aus fernen Ländern.

Von 1969 bis 1971 war er WDR-Fernsehdirektor und Programmdirektor des 1965 gegründeten Westdeutschen Fernsehens (WDF), dem Vorläufer des heutugen WDR.

1983 wurde er Chefredakteur und Herausgeber des Hambuerger Magazins ‘Stern’. Seit 1988 war er vornehmlich als freier Autor tätig, produzierte Reportagen für das ZDF und trat immer wieder als gerfragter Interviewpartner und Gast in Talkshows auf.

Am Montag 25. August 14 läuft um 00.05 Uhr bei Phoenix die Reportage ‘Acht Tage beim Vietcong – ein Erlebnisbericht’.

Fotos: Tim Brakemeier, PHOENIX/ZDF