Montag, 18. August 2014, 21:13 Uhr

Luke Evans ist Dracula: Hollywoods neuer Action-Held

Wenn die Tage wieder kälter und kürzer werden, dann werden die Leinwände uns in eine düstere und bedrohliche Geschichte entführen, die jeder von uns auf die ein oder andere Art bereits gesehen, gelesen, oder davon gehört hat.

Es ist die Geschichte um Dracula, dem ersten und sagenumwobensten aller Vampire. Gary Shores ‘Dracula Untold’ kommt ab dem 2. Oktober in die deutschen Kinos und wird – der Titel lässt es bereits erahnen – seine Erzählung um das Leben und Wesen des einstigen Grafen Vlad III. etwas anders akzentuieren, als man es bisher gewohnt war. Was wir von Vlad sehen werden, verraten wir noch nicht, aber wir wissen,wer ihn spielt. Für alle, denen Luke Evans Blitz-Karriere etwas zu schnell ging folgt hier eine kurze Zusammenstellung, wo der heute 35-Jährige Brite bisher zu sehen war…

Die drei Musketiere – Einer für alle und alle für einen
Nach einigen Auftritten in Kurzfilmen und kleineren Nebenrollen bekommt der gebürtige Waliser und ausgebildete Schauspieler Luke Evans mit 32 Jahren seine erste größere Rolle. Seine Darbietung als Aramis, eines der drei Musketiere in der gleichnamigen Verfilmung des allseits bekannten und beliebten Romans von Alexandre Dumas, ist überzeugend. Und auch wenn die Kritik zu dem Film im Allgemeinen nicht überragend gut ausfällt, so behalten die Zuschauer zumindest eines in positiver Erinnerung: Die tadellose Darstellung des beneidenswert makellos aussehenden Luke Evans.

Krieg der Götter – Ab auf den Olymp
Evans selbst dürfte die Kritik an dem Film ohnehin äußerst entspannt aufgenommen haben, denn im selben Jahr steht er für drei weitere Filmprojekte vor der Kamera. In „Krieg der Götter“, manchen vielleicht auch besser unter dem Originaltitel „Immortals“ bekannt, spielt er Zeus, den mächtigsten aller Götter. In dieser Rolle kann er bereits sein auffallend begabtes Minenspiel zum Besten geben, mit dem einfachen Resultat, dass er seinen Schauspielerkollegen am Set ähnlich unanfechtbar gegolten haben dürfte, wie seine Figur ihren Untergebenen.

Fast & Furious 6 – Vom Bad Guy nur das Beste
Mit einer Hauptrolle in dem sechsten Teil der Auto-Action-Reihe „Fast & Furious“ tritt Luke Evans auch persönlich so richtig aufs Gas. Er spielt den Bösewicht Owen Shaw, der die gesamte Crew rund um Furious-Oldie Dominic Toretto (Vin Diesel) ordentlich auf Trab hält. Der letzte Teil der Filmreihe, der unter Regisseur Justin Lin abgedreht wurde, ist der bisher erfolgreichste. In diesem Fall dürften gerade die Neuzugänge überzeugt haben. Neben der ehemaligen Mixed-Martial-Arts-Kämpferin Gina Carona war das eben Luke Evans, der mit diesem Film endlich und verdientermaßen eine Rolle in einem Kassenschlager bekam und damit einen entscheidenden Schritt in Richtung Film-Olymp machen konnte.

Der Hobbit – Smaugs Einöde – Evans ist der Gondoliere der Herzen
Und so kam es dann auch prompt, dass niemand geringeres als Peter Jackson für eine ganz spezielle Figur in seinem Hobbit-Kabinett-Stückchen nur an einen dachte: Luke Evans. Ohne all jenen, die den Film noch nicht gesehen haben, zu viel zu verraten, sei nur dies bekannt gegeben: Evans spielt Girion, den Gondoliere der Herzen, der dem Hobbit so manche Türe öffnet, die sonst sich niemals öffnen ließ. Es spricht zudem sehr vieles dafür, dass er in der Rolle des Fährmanns auch im nächsten Teil des Hobbits eine absolute Schlüsselfigur darstellen wird.

Dracula Untold – Der Ur-Vampir
In der Zwischenzeit aber zeigt der Frauenschwarm Luke Evans Zähne wie sie sonst nur beim Facharzt oder in Fußballweltmeisterschaftsspielen in Szene gesetzt werden. In einem fernen Land der vielen Burgen, vor ziemlich lang vergangener Zeit, sieht sich Graf Vlad III. einer gegnerischen Übermacht ausgesetzt. Anstatt sich zu unterwerfen, beschließt er das Unmögliche zu wagen, obwohl er weiß, zu welchem Preis. Wer glaubt, er habe Dracula bereits gesehen, dem sei gesagt: ja und nein zugleich. Dieser Dracula wird anders sein, auch weil Evans die Zerrissenheit dieser Figur und die Entschlossenheit gekonnt verkörpert. Nie war Dracula menschlicher, uns näher und zugleich monströser, bedrohlicher und uns fremder als in ‘Dracula Untold’.

So sieht der Weg des Luke Evans vom Degenfechter, Heerscharschlächter, brillanten Bösewicht und Wichte-Wächter bisher aus. Dass zwischen den erst-genannten Filmen und der bevorstehenden Erscheinung von ‘Dracula Untold’ gerade mal vier Jahre liegen ist beachtlich. Wo wir Evans danach sehen werden, steht in den Sternen. Demnächst flattert er erstmal im Fledermausflies über die Leinwand.

Fotos: WENN.com, Universal Pictures