Sonntag, 24. August 2014, 12:49 Uhr

Boris Becker: "Die Autobiografie war ein Fehler"

Boris Becker räumte jetzt in einem Gespräch ein, er habe einen hohen Preis für seine Tenniskarriere bezahlt.

Der 46-Jährige äußerte sich auch zu den hämischen Reaktionen auf seine Autobiografie. Die sehe er inzwischen kritisch, wie er dem ‘Spiegel’ verriet: “Ich gebe zu, ich habe andere Reaktionen auf das Buch erwartet. Im Nachhinein muss ich sagen: Das Buch war ein Fehler.”

Becker sagte zu den gesundheitlichen Folgen seiner Tenniskarriere, er habe “einen hohen Preis” dafür bezahlt: “Ich habe zwei neue Hüften, ich habe eine zehn Zentimeter lange Eisenplatte im rechten Sprunggelenk, ich hinke leicht.” Becker, der den diesjährigen Wimbledon-Sieger Novak Djokovic trainiert, meinte, beim Training mit Djokovic könne er nur noch leichte Bälle schlagen.

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“Ich habe in Wimbledon mit Novak etwas gespielt, aber nur auf dem halben Feld, für den ganzen Platz reichen meine Beine nicht. Hinlaufen geht nicht gut. Ich bin heute nicht mehr so mobil.”

Über seinen einstigen Wimbledon-Sieg vor fast 29 Jahren sagte Boris Becker dem Hamburger Magazin: “Es ist wie bei der ersten Mondlandung, da erinnern sich die Leute auch noch, wo sie damals waren. Ich habe mich immer gewehrt zu sagen ‘Ich bin ein Held’ oder ‘Ich bin eine Legende’. Ich bin nur ein Mensch. Mit Fehlern. Ich mache jeden Tag fünf Stück. Nur werde ich dafür immer öffentlich gekocht.”

Übrigens: Seine jetzige Frau Lilly Becker hatte das Buch nie für gut befunden und erklärte kürzlich in einer österreichischen Radioshow, dass die viele Kritik um die Biografie ihre Ehe stark belastet hätte. “Diese Biografie zu schreiben war einfach unnötig, aber er wollte das machen und ich liebe ihn”, so die schöne Niederländerin.

Unser Foto zeigt Boris Becker mit Gattin Lilly Becker und Sohn Elias.

Foto: Starpress/WENN.com